Marvins Roter ... Urlaubsvorbereitungen

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    • Moin miteinander,

      die OP ist erfolgreich abgeschlossen! Am vergangenen Wochenende war ich beim Jo wo wir dem roten Bock zusammen neues Leben eingehaucht haben. Es war keine schwere, aber eine langwierige Geburt. Wir waren Samstag und Sonntag gut beschäftigt, haben uns aber auch Zeit gelassen.

      Am Samstag ging es ausschließlich um den Ausbau; abends dann ums Planen, wo Jos Bruder für eine Weile zu Hilfe kam. Der Kopf war eigentlich gar nicht verzogen, wies jedoch unschöne Stellen in der Nähe der Brennräume auf, die beim ersten Durchlauf der Fräse mit ca. -1/10 mm nicht ansatzweise verschwanden. Danach kamen weitere Durchläufe wo nochmal ca. 4/10 mm abgetragen wurden. Dann wurde er so langsam schön. Für jeden Durchlauf benötigte die Fräse aber fast eine Stunde, d.h. wir haben von ca. 17 bis 21 Uhr dem schweren Gerät zugesehen, wie es den Kopf meiner Karre in Schneckentempo bearbeitete. Am Schluss war das Ergebnis zwar sauber, aber nicht perfekt eben; es gab zwischen den Brennräumen, wo die Fräse einen recht langen Weg zurückzulegen hatte, eine Wellenstruktur auf der Oberfläche. Diese sollten dann aber bei einem finalen Durchlauf am Sonntagmorgen fast komplett verschwinden. Der Kopf war nun wieder plan, sexy und sicher 0,6 mm Material los.

      Letzten Endes haben wir neben der Kopfdichtung (32 € bei MB) folgendes erneuert:
      - Kopfschrauben (von elring, ca. 15 €)
      - Hydros (von INA, ca. 62 €)
      - Schaftdichtungen (von elring, ca. 10 €)
      - Feder und Dichtring Kettenspanner (von MB, ca. 3 €)
      - obere Gleitschiene + beide Bolzen (von MB, ca. 25 €)
      - Ventildeckeldichtung (von elring, ca. 6 €)
      - Zündkerzen (von NGK, ca. 15 €)
      - Dichtung Saugrohr (im elring ZKD-Satz enthalten - kurios: es war zuvor gar keine verbaut..?!)
      - Dichtung Krümmer (im elring ZKD-Satz enthalten - kurios: bei mir waren je zwei einzelne Stücke verbaut, im Satz war eine große sowie vier einzelne kleine. Versteh das einer? Wir haben bei mir die vier einzelnen kleinen verbaut.)

      All die Teile haben insgesamt knapp unter 200 Euro gekostet.

      Was jetzt demnächst noch kommen sollte ist ein Wechsel, womöglich inkl. Spülung von Motoröl sowie Kühlwasser. Ein Austausch der alten Kühlwasserschläuche wäre auch anzuraten.
      Ansonsten erst mal nix - außer eine möglichst baldige Nachrüstung eines Schalters zur manuellen Ansteuerung des Lüfters. Das Kühlwasser soll nie mehr in die Nähe dreistelliger Temperaturen kommen ^^

      comp__MG_1808.jpg comp__MG_1730.jpg comp__MG_1751.jpg
      Alles andere als schön. Interessant und schockierend ist die schwarze Schlonze im Saugrohr von Zylinder 2.

      comp__MG_1735.jpg comp__MG_1723.jpg
      Irgendwas war / ist mit Zylinder 2. Alle Einspritzventile sauber außer das. Das Auslassventil ist komplett weiß. Hier war wohl die ZKD defekt.

      comp__MG_1781.jpg comp__MG_1799.jpg comp__MG_1804.jpg comp__MG_1805.jpg
      Der Kopf auf der Fräse. Bild 3: Endprodukt am Sonntagmorgen. Letztes: Ventile wieder eingebaut (wurden auf der Oberseite sauber gemacht).

      Nervös war ich beim ersten Anlassen des wieder zusammengebauten Motors. Habe die Pumpe ein paar mal Druck aufbauen lassen - dann meinte Jo "da sifft was!!". Voll erschrocken. Dachte aber dass kann nur die Kraftstoffleitung zum Kaltstartventil sein - die hatte ich nämlich nur mit der Hand festgedreht :whistling:
      Dann das erste Mal anlassen: geht an ... stirbt wieder ab. Okay, verständlich.
      Der zweite Versuch: hui, bleibt an, läuft! Aber sägt - och nee. Mich verwunderte es aber nicht, habe ich doch an so vielen uralten Steckern und Kabeln rumgespielt... dann den Motor laufen lassen und festgestellt, dass das leichte Sägen glücklicherweise immer schwächer wurde. Nach erreichen der Betriebstemperatur nicht mehr existent.

      Auf der 40 km langen Heimfahrt keine Auffälligkeiten festgestellt, außer dass er jetzt wirklich mehr ausm Drehzahlkeller heraus drückt :thumbsup:
      Ich hoffe, dass unsere saubere Arbeit belohnt wird mit einem Fernbleiben von Undichtigkeiten oder sonstigen Problemen, dann wären wir beide nämlich echt glücklich.
      Für mich war es nicht nur eine super interessante und lang ersehnte Schrauberaktion sondern auch ein Erlebnis, dass mich definitiv wieder mit der roten Kiste zusammengeschweißt hat. Es ist ein verrücktes Gefühl, wenn man weiß dass der Motor mittags noch mehr oder weniger zerlegt in der Scheune lag und du gerade, nur wenige Stunden später, wieder tiefenentspannt unterm frühen Sternenhimmel mit kaum merkbarer Geräuschkulisse gen Heimat tuckerst. Fein! :love:

      In diesem Sinne möchte ich noch ein mal einen großen Dank an alle, die wieder dazu beigetragen haben, aussprechen - ganz besonders natürlich der Jo, der die Schrauberei eigentlich auf ein Minimum reduzieren wollte, sich aber noch mal Zeit für mich nahm (und wie viel Zeit!) sowie den Ernst, der mir in den letzten Tagen mit seiner Expertise unermüdlich zur Seite stand.
      Dateien
      • comp__MG_1728.jpg

        (702,88 kB, 38 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Viele Grüße, Marvin :thumbup:

    • Hallo Marvin,

      auf dem ersten Bild sieht man die alte Dichtung der Ansaugbrücke (das schwarze Pappzeugs).
      Bei meinem ZKD-Wechsel vor einigen Monaten hätte ich die beinahe übersehen.
      War das Ventilspiel noch ok?

      Gruss und gute Fahrt!
      Axel

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Alok ()

    • Hallo Marvin,

      Freut mich das es so schön geklappt hat.
      Wo hat die alte Dichtung den defekt?

      Einen Schalter für die manuelle Kühlerlüftung, naja, mach lieber einen Temperaturschalter von Behr mit 80 grad Lüftersteuerung rein.
      Gruß Oberst Kemal

      Einer der letzten Echten Daimler Benz.

    • ZKD steht oft im Zusammenhang mit defektem Thermostat und/oder defektem Lüfterschalter, ja.
      Aber manuell steuern musst Du den nicht, und schon bei 80°C rühern lassen ist auch Quatsch. Kost bloß Benzin.
    • Alok schrieb:

      auf dem ersten Bild sieht man die alte Dichtung der Ansaugbrücke (das schwarze Pappzeugs).

      Du hast recht. Eigentlich fiel es uns nach einer Weile auch auf, aber anfangs hatten wir das Teil echt übersehen 8|

      Alok schrieb:

      War das Ventilspiel noch ok?

      Wie meinst? Ich habe ja neue Hydros verbaut. Seitliches Spiel bei der Auf- und Abbewegung der Ventile war nicht zu verzeichnen. Allgemein sah im oberen Teil des Kopfes alles sehr gut aus.

      oberst234 schrieb:

      Wo hat die alte Dichtung den defekt?
      Ich schätze an Zylinder 2, kann auf der alten Dichtung aber auch keine richtig offensichtlich defekten Stellen erkennen. Aber das ist das einzige, was Sinn machen würde.

      oberst234 schrieb:

      Einen Schalter für die manuelle Kühlerlüftung, naja, mach lieber einen Temperaturschalter von Behr mit 80 grad Lüftersteuerung rein.

      T993 schrieb:

      ZKD steht oft im Zusammenhang mit defektem Thermostat und/oder defektem Lüfterschalter, ja.
      Aber manuell steuern musst Du den nicht, und schon bei 80°C rühern lassen ist auch Quatsch. Kost bloß Benzin.

      Bei 80°C würde ich den natürlich auch nicht rühren lassen, nicht mal im Sommer. Daher kein neuer Thermoschalter. Auf den letzten drei Roadtrips in England ist er aber des Öfteren bei Passfahrten und Ähnlichem äußerst heiß geworden. Nicht überhitzt, aber es dauert mir einfach zu lange, bis der Lüfter anspringt und die Kühlleistung ist auch nicht das Gelbe vom Ei, da ich ja net mit 5000/min den Berg hochfahre und eh den kleinsten Kühler verbaut habe. In solchen Momenten aber auch für Staus und Stadtverkehr im Sommer wünsche ich mir einen Schalter fürs Cockpit. Daher erachte ich es durchaus als sinnvolle Investition. Und gegen mehr Schalter in der Führerkanzel habe ich auch nix :D


      Leider verliert er grad immer noch Kühlwasser im Motorraum, aber ich glaube das ist nur eine undichte Stelle an den Kühlwasserschläuchen.
      Vielleicht diese Woche gleich mal noch neue kaufen.
      Viele Grüße, Marvin :thumbup:

    • Hallo zusammen,

      die Aktion ist durch und wie fast schon erwartet wars wieder mal mehr Arbeit, weil eben hier eine Schraube entrostet werden muss, da eine Dichtfläche erhöhte Zuwendung wünscht, man immer wieder was verpeilt oder erst durchschauen muss (ich schraube ja nie an Benzinern), dann der Kampf mit der Saugrohrstütze, mit dem Krümmer, den Stehbolzen desselben, alles kostet Zeit. Und zahlreiche Werkzeuge, an die man gar nicht denkt, sind nötig.
      Daher denke ich ist es vollkommen utopisch, an einem 30 Jahre alten Auto mal eben am Straßenrand die Kopfdichtung zu wechseln. Wird nix. Und hier wäre das sowieso nix geworten, weil eigentlich nicht die Dichtung, sondern der Kopf hinüber war.

      Den Kopf beurteile ich von der mechanischen Seite her als einwandfrei, dem fehlt im Grunde nichts, nur der übliche Verschleiß. Weder ausgeschlagene Ventilsitze noch verschlissene Führungen. Passt alles.
      Die Dichtfläche war aber schon böse zerfressen, gerade in Brennraumnähe zu den Kühlwasserkanälen hin tiefe Fressspuren. Samstagabend nach dem Fräsen hatte ich schon etwas Bauchschmerzen, weil ich dachte, wir seien schon ziemlich an der Grenze dessen was runter gefräst werden darf. Habe dann Sonntag früh die WIS ausgegraben und dort nach den Vorgaben den Kopf vermessen. Alles bestens: es durften sogar noch 2/10mm runter!

      Problem war, dass ich noch nie mit einem Schlagzahnfräser (Einschneider) gearbeitet hatte aber es keine Alternative gab, weil alles andere sehr viel zu teuer ist und diese Einschneider prinzipiell total klasse funktionieren. Diesen habe ich dann extra für diese Aktion gebaut. Der war einfach etwas zu instabil, um bei >1-2 Zehntel mm Zustellung noch ratterfrei zu arbeiten. Daher gabs in der Fläche eine leichte Wellenstruktur. Von der Drehbank her kenne ich die Symptome längst. Habe dann als Behelfslösung den Schneidstahl nach alter Schule noch einmal umgeschliffen, um dessen arbeitende Fläche zu verkleinern und so die auftretende Schnittkraft zu verringern. Das Werkzeug biegt sich dann weniger weg und fängt nicht an zu schwingen. Hat auch so geklappt und der finale Durchgang Sonntagmorgen war dann wirklich einwandfrei.
      Wenn ich die Fräse nicht demnächst wieder weggebe (die ist mir zu groß), wird hald fürs nächste Mal ein besserer Schlagzahn gebaut. Aber sonderlich scharf bin ich aufs Kopfplanen eh nicht.

      abends dann ums Planen, wo Jos Bruder für eine Weile zu Hilfe kam.

      Korrektur: das war Thorsten, seit fast 20 Jahren mein bester Freund. Mein Bruder kam Sonntag kurz dazu.

      Eigentlich sah die alte ZKD noch ganz gut aus, daher denke ich nicht dass diese an dem Kühlmittelverlust schuld war.
      Hoffentlich habt ihr nicht zuviel vom Kopf abgeschmirgelt. Zur Not tankst halt Superplus.

      Die ZKD war vielleicht wirklich noch OK, die brauchte man auch weiter gar nicht beachten, die eingefressenen Lunker im Bereich der Abdichtung hin zum Brennraum im Material des Kopfes waren das eigentliche Problem. Der Kopf war was das angeht brotfertig.
      Zu viel abgetragen haben wir nicht, sind voll in der Toleranz laut WIS, noch ca. 5/100mm dürfen runter :D
      Man misst dazu einfach die Höhe des Kopfes.
      Maß vor Bearbeitung: 98,4-98,5mm
      Maß nach Bearbeitung: 97,8mm
      --> also dürfen je nach Ausgangsmaß 6-7 Zehntel runter.
      Finde ich auch recht viel aber ist hald ein recht großer Brot- und Buttermotor und kein kleiner kurzhubiger hochverdichteter

      Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass die ZKD jetzt schon wieder undicht ist.

      viele Grüße!
      Jo
      Chilldieselfahrer

      Biete Schrauberhilfe in 73642 Welzheim
    • Marvin schrieb:

      Moin miteinander,

      die OP ist erfolgreich abgeschlossen! Am vergangenen Wochenende war ich beim Jo wo wir dem roten Bock zusammen neues Leben eingehaucht haben. Es war keine schwere, aber eine langwierige Geburt. Wir waren Samstag und Sonntag gut beschäftigt, haben uns aber auch Zeit gelassen.


      Glückwunsch, dass Ihr es geschafft habt! :thumbup:

      Marvin schrieb:


      Der Kopf war nun wieder plan, sexy und sicher 0,6 mm Material los.


      Habt Ihr den überhaupt geplant? ?( :P
      Zeig mal ein Foto der OT-Markierung der Nocke.


      Bertie schrieb:


      Hoffentlich habt ihr nicht zuviel vom Kopf abgeschmirgelt. Zur Not tankst halt Superplus.


      Ach wat, den kann man mit Super fahren und gibt dem mit der EZL noch was mehr Zündung. Lass den gerade mal bei 9,5:1 angekommen sein...
      :thumbsup: M102.980 auf EFI :thumbsup:
    • Willi schrieb:

      Zeig mal ein Foto der OT-Markierung der Nocke.
      Ach wat, den kann man mit Super fahren und gibt dem mit der EZL noch was mehr Zündung. Lass den gerade mal bei 9,5:1 angekommen sein...

      Leider kein Foto davon gemacht; aber da war, meine ich, auch kaum ein Unterschied zu erkennen.
      Zum Zweiten: meinst du damit, am Abgleichstecker zu drehen? An welche Stelle denn? (angenommen ich möchte jetzt auch mal ne Weile Super Plus testen)

      bluelagune schrieb:


      ihr habt sicher geprüft, ob die Markierungen Nockenwelle und Zündverteiler übereinstimmen, ansonsten mit der Inbusschraube den Verteiler etwas drehen.

      Nein, ist nicht geschehen. Danke für deinen Hinweis! Dem Motorlauf nach zu urteilen scheint da aber alles passend zu sein. Werde es aber dennoch mal überprüfen.
      Viele Grüße, Marvin :thumbup:

    • Marvin schrieb:


      Leider kein Foto davon gemacht; aber da war, meine ich, auch kaum ein Unterschied zu erkennen.
      Zum Zweiten: meinst du damit, am Abgleichstecker zu drehen? An welche Stelle denn? (angenommen ich möchte jetzt auch mal ne Weile Super Plus testen)


      Dann mach bitte mal ein Foto von der OT Position der Nocke. Bei 6/10 planen und einer Laufleistung von über 290 tkm mit der selben Kette ist die eh nicht mehr in Ordnung...
      Das die Köpfe 6/10 ohne Probleme können, habe ich euch ja bereits geschrieben. Da geht noch mal die selbe Menge runter.

      Marvin schrieb:


      bluelagune schrieb:


      ihr habt sicher geprüft, ob die Markierungen Nockenwelle und Zündverteiler übereinstimmen, ansonsten mit der Inbusschraube den Verteiler etwas drehen.

      Nein, ist nicht geschehen. Danke für deinen Hinweis! Dem Motorlauf nach zu urteilen scheint da aber alles passend zu sein. Werde es aber dennoch mal überprüfen.


      Ähm... man kann ja gerne Nocke an die EZL anpassen, aber die Kurbelwelle sollte bitte auch stimmen. :whistling:
      Kurbelwelle auf OT, Nocke auf OT bzw. ein paar Grad früher und dann erst die Zündung auf die Markierung stellen.
      Bei meinem 124er hat irgendein Vogel den Zündverteiler mal draußen gehabt und direkt um einen ganzen Zahn versetzt eingesetzt. :thumbdown:
      Alles mal sauber eingestellt, Nocke angepasst und siehe da... bei der 2-3 Kurbelwellendrehung läuft der Bock. Und sogar noch mit gut Leistung! :thumbup:
      :thumbsup: M102.980 auf EFI :thumbsup:
    • Guten Abend miteinander,

      dachte ich hau mal ein kleines Update in den Fred...
      Auto läuft soweit einwandfrei und verbraucht keinerlei Flüssigkeiten mehr, hurra 8o
      Außer natürlich Kraftstoff, aber den auch net übermäßig (Halbjahresdurchschnitt genau 7,5). Das Wochenende auf einem Geburtstag in München verbracht und auffe Bahn wieder mit genau 6,0 Litern im Schnitt ausgekommen. Zeigt mir das der Motor soweit passabel eingestellt ist, auch wenn der Leerlauf nicht 100% perfekt ist. Aber dieses running system wird jetzt erst mal nicht weiter betoucht. :D Wobei, einen neuen kleinen Verteilerfinger dürfte es auch mal wieder geben ... :D

      Einen Ersatz für den entwendeten Haubenstern gibt es seit neuestem auch. Keine Sorge, sitzt bombenfest und überlebt auch 130 km/h auffe Bahn:

      0000.jpg
      Passt auch farblich :wurstup:

      Auto durchläuft, wie nicht schwer zu erkennen ist, seit einiger Zeit eine Art Metamorphose hin zur Ranzbimmel. Oder "used look", um es nicht ganz so negativ auszudrücken. :rolleyes:
      Muss jetzt noch ein paar technische Dinge erledigen, vielleicht habe ich danach Lust und Geld für ein wenig Verschönerung. Der ge-plasti-dippte Kühlergrilleinsatz könnte nach 5 Jahren nun auch mal wieder neu besprüht werden. Aber davor erstmal die verbliebene, hauchdünne Schicht wegkratzen. Das wird ein Spaß. Lack gehört ausgebessert und poliert, Roststellen entfernt. Im September steht der letzte TÜV vor dem H an, da muss er ja nicht wie der letzte Bauernbenz dastehen. "Mängelfrei" wär schee!

      Wie dem auch sei. Vor 5 Wochen, am langen Wochenende vor dem 1. Mai, hatte ich mal wieder Bock abzuhauen und bin da auch kurzerhand in den Süden gefahren. Erst war ich am Bodensee und dachte "das reicht". Aber ich find es da recht eintönig, daher bin ich wenig später weiter und am Walensee in der Schweiz rausgekommen. Dort gibt es eine alte Kapelle auf einem Felsen von wo aus man einen netten Ausblick hat - siehe Bilder. Nachdem ich dort oben den Sonnenuntergang genossen habe, stieg ich wieder herunter und schlief im Auto am Fuße des Hügels unter einem sternreichen Firmament. War gut!




























      Am nächsten Morgen - es war bereits Sonntags - zeitig aufgestanden und Lust gehabt noch weiter zu fahren. Ziel: Lago Maggiore, oder so. Nach 20 Minuten problemloser Fahrt fing dann, wie in meinem extra Thread bzgl. der Motorproblematik zu lesen war, die Zickerei an. Auto ging auf einer kleinen Brücke im malerisch gelegenen Örtchen Sargans einfach aus. Dann wieder problemlos an, und wenig später wieder einfach aus. Blöd. Was nun?? War dann kurz an der frischen Luft, die Kiste durfte auch durchatmen, um kurz darauf wieder gen Süden aufzubrechen. Nach 20 Minuten der problemlosen Fahrt Richtung Chur fing das ganze Theater bei 120 wieder an. Also ab aufn Standstreifen, Haube auf, alles mal beklopft und weiter. Aber ein ungutes Gefühl bei der Sache gehabt und umgedreht ... als dann über 20 Minuten lang nix war dachte ich "wenn nich jetzt, wann dann" und hab den nächsten U-Turn gemacht und war wieder auf Kurs 180 unterwegs 8) Von diesem Zeitpunkt an trat das Problem dann auch nicht mehr auf. Ein Benz will halt auch hin und wieder mal ausgeführt werden ...



      Ein paar Stunden später kam ich dann am Luganer See an, wo ich hoch oben eine Verschnaufpause für Mensch und Maschine einlegte um einige Zeit später entlang des Ufers Richtung Comer See weiterzufahren. Das war eine nette Fahrt in toller Szenerie. Die Straßen waren ziemlich frei.













      Am Comer See habe ich es mir am Ostufer im Dörfchen Varenna bequem gemacht, wo ich zuerst ein wenig mit dem Klapprad unterwegs war um mir dann eine Pizza an der Promenade einzuverleiben. Eigentlich wollte ich dort Bilder vom Sonnenuntergang machen, leider war es aber sehr bewölkt und keinerlei Lichtstimmung vorhanden. Ein wenig enttäuscht aber mit Vorfreude auf eine entspannte Nacht im Auto auf einem der Hügel direkt am See bin ich dann wieder zurück zum Benz geradelt, wo ich jedoch feststellen musste, dass er nicht mehr da stand ... long story short: stand zusammen mit 10 weiteren italiano Autos außerhalb des (schwer sichtbaren) markierten Parkbereichs entlang einer Straße am Ufer. Laut Polizei und Abschleppdienst wurden alle abgeschleppt und an jenem Sonntagabend ins 30 km entfernte Como am südlichen Ende des Sees gebracht. Na klasse! Passiert mir aber auch nie wieder ...















      Die Nacht verbrachte ich dann ein Dorf weiter in einem recht günstigen Hotel, wo ich am folgenden Morgen zuerst die Carabinieri aufsuchen sollte um dann den Zug nach Como zu nehmen um meine Kiste freizukaufen. Natürlich war es an diesem Tag total regnerisch und ich patschnass, bis ich wieder auf dem Fahrersitz meines Roten platznehmen durfte. Immerhin hat es so reibungslos geklappt, war doch dieser Montag auch in Italien ein Feiertag.

      Danach - es war nun bereits 12 Uhr mittags - bin ich schnurstracks wieder gen Heimat gefahren und wurde dabei auf dem San Bernardino Pass von tiefen Temperaturen und Schnee überrascht. Dank des ranzigen Wetters in Deutschland hatte ich aber noch immer die Winterreifen montiert - also keen Problem! Auch der Motor zickte, wie gesagt, nicht mehr rum. Irgendwann abends war ich dann wieder wohlbehalten daheim angekommen. Nochmal Glück gehabt...

      Was ein Abenteuer! Leider nicht so billig wie erhofft ... :whistling:
      Viele Grüße, Marvin :thumbup: