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Beiträge von T993

  • Kupplungspedal kommt nach Rückwärtsfahren nicht mehr hoch

    • T993
    • 8. November 2014 um 12:42
    Zitat von Volker

    Hi Stefan!

    Würde mal die Bremsflüssigkeit tauschen und vor allem am Nehmer- / Geber- Zylinder Kupplung!!!
    Dann hat sich's evtl. schon erledigt, Dein Problem!

    Grüße
    Volker


    Denkbar.

    Hatte ich auch, vor allem bei kalten Temperaturen unter Null und kaltem Motor/Getriebe kam das Kupplungspedal fast nicht mehr hoch.
    Da war die Bremsenbrühe, die dort drin ist, sicherlich noch die originale, so dickflüssig, dass sie kaum noch durch die Leitung zu bekommen war.

    Ich musste das Entlüfternippel ganz herausschrauben, dann quoll bei Treten des Pedals eine Wurst aus dem Loch...nachdem ich einen halben Liter Bremsflüssigkeit durchgepumpt hatte (zu zweit) war die Kupplung dann wieder herrlich leichtgängig.
    Doch die freude währte nur kurz, dann ist nämlich den Zylindern (beiden....) eingefallen, dass sie bei sooo dünner Flüssigkeit dann doch nicht mehr dicht sind... :cursing:

    Also erst den einen, dann den anderen neu. Seither Ruhe.

    Aber Achtung: Zum Entlüften des Systems muss man (auch wenn´s zunächst unlogisch erscheint) Bremsflüssigkeit unten in das Entlüfternippel am Nehmerzylinder hineindrücken/Pumpen und oben natürlich vorher entsprechend Platz schaffen im Behälter, oder - noch besser - den Schlauch, der zum Zylinder geht vom Behälter abziehen (austretende Flüssigkeit abfangen, das Zeug ist hygroskopisch und löst Lack an und lässt alles vergammeln!) und in einen anderen Behälter legen.

    Entlüften durch Pumpen, Druck von oben (wie man Bremse entlüftet) oder saugen von unten fuktioniert nicht, da der Geberzylinder "hängt", also der Anschluss für die Leitung zum Nehmerzylinder unten ist, somit bleibt oben immer Luft.
    Selbst probiert...

  • Wartungsmodus in nächster Zeit!

    • T993
    • 5. November 2014 um 22:23

    Japp, ich bin ganz bei Oberst... :thumbup:

    Ich muss allen beteiligten hier ein dickes Lob aussprechen, es macht sicher eine Menge Arbeit, die sich so schwer in Wort fassen lässt, und von der ein Außenstehender meist nicht die Spur einer Ahnung hat.

    Klar gibt es hin und wieder Probleme und vllt. auch mal eine Fehlentscheidung - na und? Gemeckert ist immer schnell, nur besser machen ist - zumindest auf Dauer - nahezu unmöglich.

    Ich merke es im Moment am eigenen Leib, am selbst lackierten Transporter:

    Alle beteiligten, oder die, die ein ähnliches Projekt schonmal durch haben, Loben die Arbeit und geben u.U. konstruktive Tipps. Die, die sich immer alles nur machen lassen, zählen die Laufnasen und fragen, ob wir das Verspachteln vergessen hätten... :cursing:

    Das ist hier nicht anders - nur das ich hier in der Rolle des "Bedienten" bin und - mittelmäßig erfolgreich - versuche, verständnisvoll zu sein.

    In diesem Sinne - Vielen Dank für eure Mühe! (ganz unabhängig von der aktuellen Aktion, sondern ganz grundsätzlich). [danke]

  • Mein 2,5er Diesel ,Neuigkeiten u. Reiseberichte

    • T993
    • 5. November 2014 um 16:24

    Auf dass die fehlende Sieben noch herzukommt! :thumbup: :thumbup: [Zuprosten]

    Eieiei...auf dem Schaltbrettchen kann man sich ja verirren... :whistling: ...meins hat glaube genausoviele Risse, wie Deins Schalter hat... :D

  • Die Autodoktoren

    • T993
    • 2. November 2014 um 21:20

    Naja...da waren mal richtige Fachkräfte am Werk...

    Allerdings sind die beiden Experten von VOX auch nicht viel besser...oder es ist nur so blöd geschnitten...
    Feierabend war eigentlich noch lange nicht...wie wär´s mal mit ner Grundeinstellung der KE?
    Außerdem wird bei einem Elektronikauto niemals gestartet ohne dass es eine vernünftige Masseverbindung zwischen Zündkabel und Motorblock gibt, sonst haut´s mit etwas Glück die Zündspule sowie das Steuerteil durch...
    Naja...Fernsehen eben...hoffen wir einfach, dass es möglichst wenige so nachmachen...

    ...und erstmal den Auspuff wegzuschrauben, nur weil er draußen Zündet und drinne nicht (weil ohne Nasse Zündkerze)...naja...gut, das führt auf Dauer nur zu unnützem Bluthochdruck... :D

  • Motor geht manchmal aus..

    • T993
    • 28. Oktober 2014 um 21:18

    Solche Spontanitäten sind immer recht schwierig, vor allem, wenn keine richtige Diagnosetechnik vorhanden ist.

    Leerlaufsteller mal ausbauen und gängig machen. Kann schon helfen. Temperaturgeber durchmessen ebenfalls sehr wichtig.
    Dann könnte man weitersehen.

    Einspritzanlage Fehlersuche KE - Grundlagen

  • 2,0l aus 88 in 1,8er Karosse von 93

    • T993
    • 27. Oktober 2014 um 21:05

    Ich sehe außer der Saugrohrheizung und den mit zu wechselndend Steuergeräten keine Probleme. Saugrohrheizung hat der 2.0er ja keine, also einfach die Kabel bei Seite legen und gut.

  • Kurzzeitig mit Reifen verschiedener Größe fahren?

    • T993
    • 27. Oktober 2014 um 19:53
    Zitat

    Klar, aber der ist in meinem Fall schon genauso alt, wie der Wagen selbst ^^ . Ich weiß, muss dringend mal neu.

    Ach, das tut nichts zur Sache. Wenn er dunkel gelagert wurde, ist alles gut. Orignale Reserveradreifen sind immer ein kleiner Zeitzeuge! :thumbup:

    Wegen dem Abrollumfang: Wenn nichts schleift, dann passt das. Und als "Notbehelf" wird nichtmal die Rennleitung was sagen. Bin mal - weil´s sich gerade anbot - mit meinem vorn mit einem 205/55er und die anderen Drei noch Winter 185/65 gefahren, da war selbst bei mittleren Geschwindigkeitn (bis 150) nichts zu merken, nur auf der Bremse blockierten sie natürlich unterschiedlich.

    Das ABS? Weiß nicht. Unser Vectra B hat schon wegen einem 185/70er Reserverad auf dem sonst mit 175/70R14 bereiften Auto alle paar Kilometer ein ABS-Fehler geschmissen... :whistling:

  • Blechtank Rostgefahr?

    • T993
    • 26. Oktober 2014 um 11:01

    Glaube nicht.
    Grund: Schon zu DDR-Zeiten hatte der Wartburg 1.3 einen innen verzinkten Tank. Schwer vorstellbar, dass er 190er das nicht hat.
    Bei den älteren Ostautos ist das allerdings wirklich ein Thema.

    MfG York

  • Vorstellung eines baldigen W201 Besitzers

    • T993
    • 25. Oktober 2014 um 10:38

    Das ist gut, dann ist das alles kein Problem.

    Zitat von t-ak47-tlo$

    Ein wenig Ausstattung lässt sich ja mit relativ wenig Aufwand nachrüsten.

    Ja, sicherlich. Die Frage ist, ob man das will... :whistling: ...Radio und gut, den Rest braucht man doch nicht...okay, ne ZV ist sehr praktisch.

  • Vorstellung eines baldigen W201 Besitzers

    • T993
    • 25. Oktober 2014 um 09:59

    Hey ho, herzlich willkommen!

    Das kommt darauf an, ob´s bestellt wurde, oder nicht. Es gibt auch die Sonderausstattung "Lautsprecher und Antenne ohne Radioeinbau", ohne diese, hat er wohl wirklich gar nichts - die Lautsprecherkabel sind ein extra Kabelbaum, Stromversorgung für das Radio könnte mit Glück da sein.

    ISO-Stecker sind´s beim 190er aber nie.

    Die originale Radio-Verschlussblende bitte aufheben!


    Vllt. liest Du hier zur Sicherheit nochmal nach, so wenig Kilometer dedeuten viel, aber nicht alles.
    Und gerade hier werden in den ersten paar Monaten noch einige Probleme auf Dich zukommen, Stehzeuge haben nicht selten gravierende Standschäden.

    Hinweise zum 190er-Kauf, Kaufberatung (Besichtigung, Probefahrt,...)

  • Zu gut für den Preis ?

    • T993
    • 24. Oktober 2014 um 22:40

    Ja, 195/65R15 ist definitiv zu groß und sollte daher eigentlich kaum mehr als eine Notlösung sein. Ging aber gut.... :whistling:

    Man sollte auch immer überlegen, wie man sowas anstellt. So wird bei Stahlfelgen mit Radkappen in annähernd originaler Dimension auf ansonsten originalem Fahrzeug kaum ein Polizist nach der Reifendimension gugen, wenn´s halbwegs normal aussieht.

    Selbst nach den bis 2008 nicht eingetragenen 225ern auf der HA und den 205ern auf der VA, die zwar als solche eingetragen waren, aber nicht auf der Felge, auf der sie waren, hat die ganzen Jahre keiner gefragt. Warum? Meine Mutter ist fast immer gefahren, damit war das ganze unauffällig.

    Naja, egal.

    185/65R15 passt schon vernünftig auf den 190er, gehört auch drauf, ist legal fahrbar. Auch sollten die Preise langsam wieder etwas sinken, da die Reifen auch auf diversen aktuellen Kleinwagen sind (Ranault Clio und fanzösische Consorten, Dacia Logan,....).

    Klar- Felge passt natürlich nicht.

  • Hinweise zum 190er-Kauf, Kaufberatung (Besichtigung, Probefahrt,...)

    • T993
    • 24. Oktober 2014 um 21:48

    Danke für die Hinweise!

    Ich habe alles nachgetragen oben.

    Ich habe mir mal erlaubt, auf die Zitatmarkierungen zu verzichten. Das zerzaust die Liste nur unnötig, und sie wird noch unübersichtlicher, als sie so schon ist.
    Ich hoffe, ihr seit damti einverstanden, wenn nicht, bringe ich es selbstvertändlich in Ordnung.
    Ist ja aber keine Doktorarbeit... :D

  • Zu gut für den Preis ?

    • T993
    • 24. Oktober 2014 um 12:20

    195/65R15 passt auch mit Tieferlegung, meiner ist ja auch ordnungsgemäß tief, und ist bist 2008 die letzten drei oder vier Jahre im Winter immer mit den 195ern gefahren wurden.
    Schleift aber gelegentlich vorn im Radkasten, vor allem bei stark eingeschlagenen Rädern und über einen Huckel (z.B. beim Zügig über den abgsenkten Bordstein Wenden.)

    Naja...man sollte seine Reifen kennen, wenn sie neu draufgekommen sind mal probieren was mit den so geht, und eben vor allem auf Vibrationen achten (und diese ersnst nehmen, besonders wenn sie immer mehr werden!) dann passiert da nichts.

  • Zu gut für den Preis ?

    • T993
    • 23. Oktober 2014 um 22:23

    Eintragungsfrei sind streng genommen eigentlich nur 205/55R15 auf 7x15 ET44 sowie 185/65R15 auf 6x15ET49 und die 175/70R14.

    Es passt aber noch vieles weitere. 195/65R15 ist leider zu groß (passt aber rein mechanisch ganz gut, meine Eltern sind lang so rumgefahren), lässt sich daher nicht ohne weiters eintragen.

    Was hast Du den angeboten bekommen?
    Wichtige Daten:

    Reifendimension
    Felgenbreite
    Einpresstiefe
    evlt. Mercedes-Teilenummer
    oder bei Felge die nicht von MB ist, der Lochkreis (5x112) und der Mittenzentrierungsdurchmesser sowie evtl. vorgeschriebene Radschraubengröße (M12 - M14)

    Ansonsten:

    Zulässige Rad-Reifenfreigabe von Mercedes

  • 30 Fragen Checkliste, die man am Telefon schon klären kann.....

    • T993
    • 23. Oktober 2014 um 22:17

    Ergänzend dazu die Besichtigungshinweise:

    Hinweise zum 190er-Kauf, Kaufberatung (Besichtigung, Probefahrt,...)


    (Link aktualisiert, 18.11.15)

  • Hallo und erste Frage gleich Kaufberatung :-)

    • T993
    • 23. Oktober 2014 um 22:16

    Hier, gerade mal was zusammengeschrieben:

    Hinweise zum 190er-Kauf, Kaufberatung (Besichtigung, Probefahrt,...)

    Passt grade ganz gut zu Deinem Projekt!

  • Hinweise zum 190er-Kauf, Kaufberatung (Besichtigung, Probefahrt,...)

    • T993
    • 23. Oktober 2014 um 22:13

    5. Probefahrt

    Die Probefahrt sollte mit kaltem Motor
    beginnen, wenigstens 10km lang sein und möglichst viele Betriebszustände
    umfassen, je nach dem, wie die örtlichen Gegebenheiten es so hergeben.
    Außderm sollte das Radio aus sein, damit man hört, was wirklich los ist.

    Bei Abfahrt/erste Meter:

    -Bei Zündung an müssen die ABS und ggf. Airbag-Leuchte kurz aufleuchten
    und dann ausgehen. Wenn sie nicht angehen, ist da wahrscheinlich was
    gemurkst. Wenn eine der Leuchten anbleibt, liegt auch ein Fehler vor.
    Die restlichen Kontrolleuchten gehen alle bei Zündung an an (leuchten aber nur schwach) und gehen nach dem Motorstart alle aus, wenn alles richtig ist.

    Zitat

    - sauberer,gleichmäßiger Leerlauf, kalt wie warm
    - spontanes Startverhalten,beim Diesel: Vorglühkontrolle?
    - ungewöhnliche Geräusche? Dröhnen=>Motorlager, klappern,quietschen etc.

    -Bei den Benziner Einspritzern sollte man locker mit Standgas anfahren
    können (also komplett ohne Gas zu geben!), das selbst am Berg mit etwas
    Gefühl in der Kupplung. Die Drehzahl sollte sich dabei immer wieder
    einpendeln. (Kontrolle Leerlaufsteller)
    -Bei Automatik darf er beim
    Einlegen der Fahrstufen zwar mal kurz einen "Drehzahlknick" haben,
    keinesfalls aber ausgehen, auch sollte er auch hier die Drehzahl kurz
    nach dem Einlegen wieder konstant hoch halten, nicht kurz vor´m ausgehen
    sein.

    -Auf der Probefahrt alle Gänge bzw. Fahrstufen ausgiebig
    nutzen, auch mal in jedem Gang die Motorbremse nutzen, hierbei hört man
    gut Getriebeschäden (die aber beim Schalter eher selten vorkommen)

    -Automatikgetriebe
    sollten die Gänge weich und ruckfrei Einlegen, ohne dabei unnötig lange
    zu brauchen. Auch das immer wieder kontrollieren, kalt, mittelwarm,
    warm....
    Bei Automatik auch die Kickdown-Funktion prüfen. Dazu während der Fahrt
    im höchsten Gang am besten bei mittlerer Geschwindigkeit bei ca. 80 km/h
    das Gaspedal ganz durchdrücken und den Kickdown-Schalter drücken
    (erfordert Kraft). Die Automatik muss dann um zwei Stufen zurückschalten
    (und der Wagen entsprechend beschleunigen).

    -Mal ein Stück Vollgas, mal ein Stück Langsamfahren, auch bei großen Geschwindigkeiten sollte das Lenkrad nicht zittern.

    -Beim Schalter: Mal mit Absicht ruckhaft Hochschalten, also viel zu Zeitig wieder auf´s Gas gehen, bevor die Kupplung losgelassen wird. Also am besten im dritten bei mittleren Drehzalen (also so bei 80) auskuppeln, die vier rein und wieder auf´s Gas, erst wenn der Motor so 5000U/min hat die Kupplung zügig kommen lassen, auf dem Gas (min. 3/4) bleiben.
    Hierbei muss sich ein deutlich spürbarer - eher unangenehmer - Vorwärtsruck des Fahrzeuges und eine dabei rasant abfallende Motordrehzahl ergeben. Sinkt die Motordrehzahl trotz losgelassener Kupplung nur sehr langsam, so ist die Kupplung hin.

    -Bremsprobe aus wenigstens 100km/h. ABS-Funktion (falls vorhanden)?

    -mal eine schlechte Straße fahren. Poltert oder Klappert was? 190er sind eigentlich klapperfrei.

    -Heizung
    mal aufdrehen (auch wenn´s so schon warm ist, im Sommer...). Riecht es
    nach Kühlmittel (süßlich), nachdem die Heizung augedreht wude, ist
    wahrscheinlich der Wärmetauscher oder dessen Dichtringe kaputt, ersteres
    ist recht nervig zu wechseln.

    -Alle Lüfterstufen probieren: Quietscht der Lüfter?

    -Temperaturanzeige
    beobachten. Spätestens nach 3km sollte der Zeiger hochkommen (auch im
    Winter) und dann zügig die 80-100°C erreichen, tut er das nicht, ist
    wahrscheinlich das Thermostat hin (kein großes Problem, aber ein
    Verhandlungsargument)


    Naja, soviel erstmal. Ich denke, das hilft ein wenig weiter, beim Kauf! :thumbup:

  • Hinweise zum 190er-Kauf, Kaufberatung (Besichtigung, Probefahrt,...)

    • T993
    • 22. Oktober 2014 um 22:37

    Analog zur 30 Fragen Checkliste, die man am Telefon schon klären kann..... von Faxe wollte ich hier mal sammeln und niederscheiben, worauf man bei der Besichtigung eines Autos allgemein - besonders aber beim 190er achten sollte.

    Am besten die Liste ausdrucken und zur Besichtigung mitnehmen, spart hinterher eventuell viel Ärger.

    Das das alles nur gut gemeinte Hinweise sein können, und nie wirklich alles erfasst werden kann, ist wohl klar. Aber bestimmte Sachen häufen sich derart, dass man dort immer nachsehen sollte.

    Grundsätzlich sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man einen deutlich über 20 Jahre altes Auto kauft, das schon viel erlebt hat, und das längst über das vom Hersteller geplante Verfallsdatum ist.
    Zwar ist der 190er grundsolide (deswegen gibt es überhaupt noch so viele), aber irgendwas ist immer!
    So sollte man nie sein gesamtes Budget für die Anschaffung und eventuelle geplante Schönheitsoperationen (Felgen, Tieferlegung oder "nur" eine Teillackierung zur Kratzerbeseitung oder so) ausgeben, sondern möglichst 1000 bis 2000 Euro, wenigstens aber 500 Euro (auch abhängig von der (Un)Abhängigkeit von einer Werkstatt) zurückhalten, um in der ersten Zeit auftretende Mängel beseitigen zu können.

    Und es sind wirlich immer welche! Auch wenn er noch so wenig Kilometer weg hat und/oder top gepflegt ist.
    Das lässt sich hier im Forum in vielen Beiträgen nachlesen. Das muss man einfach wissen, und gelassen sehen. Wenn er durchrepariert ist, hat man ein genial solides Auto, dass man bei guter Pflege noch seinen Enkeln vererben kann, für verhältnismäßig sehr wenig Geld.

    Also los:

    1. Motorraum:

    -Ölmesstab ziehen - genug Öl? Sauber? Kein weißer Schleim (Kondensat) am Öldeckel und am Stab? Letzter Wechel wann?
    -Kühlmittelbehälter öffnen. Flüssigkeit sollte klar (aber farbig) sein, keinerlei Schwebtoffe oder gar Schleim am Boden des Behälters enthalten, bei letzterem ist von einer defekten Kopfdichtung fast auszugehen.
    -Bremsflüssigkeit: Ein Blick kann nicht schaden, Behälter auch mal aufschrauben. Neu ist sie i.d.R. goldgelb (wie neues Motorenöl auch), wenn sie recht schwarz ist, ist sie wohl schon älter...
    -Servoöl: Ist immer schwarz wie die Nacht, weil es keine Wechselvorschrift gibt. Aber es sollte wenigstens genug drin sein...
    -evtl. Klimaanlage: Nach Schildern suchen! Ist sie noch mit dem alten Kühlmittel R12? Oder schon das neue R134a?
    Das alte Kühlmittel ist nicht mehr erhältlich, daher ist eine Umrüstung auf das neue irgendwann fällig, spätestens dann, wenn irgnedwas an der Anlage kaputt ist oder der Druck zu weit gesunken ist.
    Die Umrüstung ist recht aufwändig, da hierfür alle Dichtringe und noch einiges anderes getauscht werden müssen.

    Zitat

    - alles dicht? Ölverlust mit Tropfenbildung :thumbdown: ,Kühlmittelspuren? Kraftstoffgeruch?beim Diesel die Leckleitungen,Druckventile an der ESP, Benziner Druckregler dicht?


    -Ein paar mal hintereinander kräftig auf den Schlossträger (damit man die
    Lackflächen nicht zerkratzt) bzw. auf die Ladekante hinten drücken, um
    zu merken, ob er sich aufschaukeln lässt. Wenn ja, dann Stoßdämpfer
    schrott.
    -Neben der Batterie rechts und neben dem Sicherungskasten links (in den Kästen) sind Wasserabläufe, wo sich gern Laub und Dreck sammelt. Wenn dort schon Erde ist, sagt das einiges über die Pflege des Fahrzeuges aus...
    -Schrauben der Kotflügel vorn ansehen. Original sind die Schrauben überlackiert. Sieht man hier Lackabplatzer an den Schraubnköpfen, wurden die Schrauben mal gelöst, z.B. zum Tausch des Kotis nach einem Unfall oder (sehr selten) zur Rostvorsorge... :whistling:

    Achso: Eine Besichtigung sollte immer bei kaltem Motor erfolgen, erstens
    damit man sich die Flossen nicht verbrennt und zweitens, weil Verkäufer
    gern mal den Wagen "schon immer warmfahren" oder "zufällig gerade
    nochmal wohin mussten", um über evlt. Kaltstart- oder Kaltlaufprobleme
    hinwegzutäuschen...


    2. Innenraum

    -Schrauben der Türscharniere vorn und hinten ansehen. Original sind die Schrauben
    überlackiert. Sieht man hier Lackabplatzer an den Schraubenköpfen, wurden
    die Schrauben mal gelöst, z.B. zum Tausch der Tür nach einem Unfall
    -Beim 190er sind besonders gern die Wangen der Sitzlehnen durchgescheuert. Sitzbezüge also unbedingt mal hochheben und drunterguggen, falls welche drauf sind.
    -Beim 190er VorMopf (also die "alten" bis Bj 10/88, ohne die großen Plasteverkleidungen an den Türen) brechen auch gern die Sitzfedern im Sitzkissen, mal Probesitzen und/oder kräftig mit der Handfläche auf die Fläche drücken. Hört man was "knallen", ist mindestens eine Feder druch, das merkt man dann auch an einer schiefen Sitzposition.
    -Vordere Fußmatten mal anheben, (hinten am Sitz ist nur ein Druckknopf, dann kann man sie leicht anheben) und hier nach Wasser und Rost sehen.
    -Schaltbrettchen (Holz) sind sehr oft gerissen (der Klarlack)
    -An den Türpappen löst sich meist oben an der Scheibe das Kunstleder, auch bilden die Armlehnen zusätzliche "Luftpolster" - schwer instandzusetzen, auch wenn es nach einem einfachen Problem klingt!
    -Bordmappe incl. Serviceheft im Handschuhfach? Wenn ja: Mal Serviceheft durchblättern, da kann man die km-Stände mal nachvollziehen, so es ausgefüllt wurde. Checkheftgepflegt ist bei diesen "alten" Autos wie dem 190er aber eher unwichtig im Verhältnis zum Allgemeinzustand.
    Wenn es nicht da ist oder Betriebsanleitung oder Werkstättenverzeichnis fehlen: Mal fragen, vllt. wurde es mit in die Wohnung genommen oder so.

    Außerdem kann man sich mal nach Sonderausstattungen umsehen, nicht alle sind wirklich wertsteigernd, es ist aber immer schön zu wissen, dass es nicht selbstverständlich ist. Sonderausstattung ist unter anderem:

    • -ABS (bei älteren Baujahren eher selten, bei jüngeren fast immer drin)
    • -Sperrdifferential (erkennbar an der Zusätzlichen Kontrollleuchte mitten auf dem Tachoziffernblatt, sehr selten!)
    • -Tempomat (sehr selten)
    • -Außentemperaturanzeige unter´m Tacho: Selten und gesucht.
    • -Fahrerairbag, besonders bei älteren Baujahren sehr selten, bei jüngeren häufiger
    • -Lederlenkrad und -Schaltknauf
    • -5-Gang-Getriebe (bei 2,3er Serie)
    • -Zentralverriegelung (gibt nur sehr wenige ohne)
    • -Schiebedach, bei ältern Autos mit Handbedienung, später auch elektrisch (die meisten). Auf Funktion konrollieren, es sollte nicht knacken oder so und gleichmäßig vor- zurück sowie hoch und runterfahren und dabei in Endlage immer sauber mit der Dachhaut abschließen (von oben guggen)
    • -elektrische Fensterheber (vorn wie hinten), eher selten anzutreffen, hinten sehr selten
    • -Sitzheizung, auch eher selten
    • -Mittelarmlehne vorn, klappbar, werden öfters gesucht.
    • -Hintere Kopfstützen (auch recht Selten)
    • -Hintere Innenraumleuchte nahe der Heckscheibe (auch eher selten)
    • -Hintere Einzelsitze mit Mittelarmlehne hinten(Achtung, dann ist´s nur ein Viersitzer!) auch ziemlich selten.
    • -Radio (vllt. noch ein originales drin, sonst mal fragen, ob das originale noch da ist, werden auch langsam interessant)
    • -Hintere Lautsprecher in der Hutablage. Wenn´s originale sind, gibt es dazu einen Überblendregler im Schaltbrettchen.
    • -Antenne hinten in der linken Seitenwand, evlt. elektrisch (recht selten).
    • -Klimaanlage


    Von allem was da ist, sollte man natürlich die Funktion überprüfen!

    3. Kofferraum

    -Mal nach dem Reserverad sehen (auch mal, ob noch halbwegs Druck drin ist, ein plattes Reserverad zeugt ebenfalls nicht von besonderer Pflege).
    -Bordwerkzeug vorhanden? Wenn nein: Mal fragen, mache Leute deponieren es aus irgendwelchen Gründen in der Garage, im Keller oder sonstwo. Natürlich mitgeben lassen, bei Kauf! (Gut erkennbar daran, dass überall "Mercedes-Benz" oder der Stern drauf steht.
    -Reserverad mal rausnehmen, darunter nach Feuchtigkeit, Feuchtigkeitsspuren und Rost suchen. Rostbeulchen im Bereich der Abschleppöse bedeuten eine Druchrostung....

    4. Außenrum

    -Kratzer, Beulen, Lackzustand...naja, sieht man ja.
    -Wenigstens die wichtigsten Roststellen mal absuchen, allem Voran die Wagenheberaufnahmen:
    Der Rost - Wo ist er am 190er zu finden?
    -Seriennummern und Hersteller der Scheiben vergleichen: sind original alle die gleichen. Sonst könnte er mal einen Unfall gehabt haben.
    -Windschutzscheibe und auch die Heckscheibe auf kleiste Risse
    kontrollieren, auch Bereiche in denen die Scheibe(n) milchig angelaufen
    sind an den Rändern. Ein Scheibentausch geht schnell ins Geld

    5. Außderm mal drunterkriechen:

    -Auspuff: Interessant (weil
    rostanfällig) sind meist vor allem die Ein- und Ausgänge der
    Schalldämpfer und die Schalldämpferunterkanten.
    -Achsgummis: Was man sieht, sollte nicht rissig sein. Ist aber ohne Bühne schwer zu kontrollieren.
    -Stoßdämpfer: Sie sollten äußerlich trocken-staubig sein, wie der Rest des Unterbodens auch. Sind sie ölig, sind sie Schrott.
    -Federn:
    Ohne Bühne schwer zu sehen, aber ein Blick nach Federbrüchen kann nicht
    schaden. Auch mal guggen, ob das Auto gerade steht (links und rechts
    gleich hoch)
    -Reifen: Sind nur die Innenkanten stärker abgefahren, als der Rest, stimmt meist was mit der Achse nicht. Sind Innen- und Außenkanten übermäßig verschlissen wurde viel mit zu wenig Luftdruck gefahren.

    Weiter in Beitrag Nr. 3!

  • Hallo und erste Frage gleich Kaufberatung :-)

    • T993
    • 22. Oktober 2014 um 22:11

    Nunja, Klima kann man mögen, muss man nicht, ich wöllte keine... :thumbup:

    Egal. Entscheident ist bei den alten Anlagen immer, ob sie schon umgestellt sind, auf das neue Kühlmittel R134a, oder ob sie noch das alte (R13?) drin haben.
    Grund: Die Umstellung nervt, da hierfür wohl alle Dichtinge und noch einiges anderes getauscht werden muss, genau weiß ich es mangels Interesse aber auch nicht, steht hier irgendwo im Forum niedergeschrieben.
    Der Knackpunkt ist, dass das alte R13 nicht mehr erhältlich ist, und daher, sobald der Druck im System abgefallen ist und aufgefüllt werden müsste, umgestellt werden muss. Dazu kommt es früher oder später zwangsläufig, spätestens dann, wenn wegen Reparaturarbeiten Kompressor, Kondensator oder was auch immer ausgebaut werden muss.

    Letztlich musst DU dich entscheiden, was dir mehr behagt, und es kann auch nicht schaden, noch weitere anzusehen, und evlt. auch mal einen 2.3er, 2.0er, einen D oder einen mit Schaltgetriebe probezufahren, nicht dass Du dich hinterher ärgerst, dass es ja hätte was viel besseres einfach so gegeben, und du wusstetst nur nicht, dass es Dir gefällt bzw. das es das gibt.
    Egal was Du machst: Hinterher musst Du´s durchziehen und das Auto Stück für Stück durchreparieren, wichtig ist aber eine gute Basis in Form einer guten Karosse. Die scheinen ja beide zu haben.

    Zum Automatikgetriebe kann ich leider nichts sagen.

  • Unser Weißer - ein Bremer endlich mit H!

    • T993
    • 21. Oktober 2014 um 22:26

    Gerade fiel mir ein, dass ich hier noch ein paar Bilder schuldig bin, zum Thema Schachtleiste/Türen.

    Bilder vom Ganzen Auto fehlen auch noch, allerdings wird das erst...tja...wann eigentlich...? Naja, jedenfalls müssten dafür erstmal die Wachsverschmierten Scheiben und Lackflächen nochmal gereinigt werden und das ganze Auto gewaschen.
    Spätestens in einem Jahr gibt es mal ordentliche Bilder, denn dann ist er Endlich 30!

    Gerade habe ich - mehr oder weniger aus langer Weile - nochmal so meine und eure Texte hier durchgelesen...sofort sind die ansonsten langsam vergrauenden Erinnerungen an diese - im Nachhinein gesehen - völlig kranke Aktion wieder da. Dennoch bin ich froh, dass es jetzt ist, wie es ist.

    Da wir das Auto schon länger haben (seit 97 im Einsatz) kennen den natürlich auch viele Leute aus unserem Umfeld, da er für fast alle unsere Bekannten und Verwanden schonmal irgendwo an einem Umzug oder einer Anschaffung beteiligt war.
    In letzter Zeit stehen sie häufiger vor dem Weißen und meinen nach einer Weile des Schweigens mit grübelnd aussehendem Gesicht: "Der sieht aber irgnedwie besser aus als früher, oder?" [danke]

    Hier also nun die Schachtleistenbilder, nochmal so vorher/nachher-mäßig.

    Dateien

    IMGP2749.JPG 145,67 kB – 0 Downloads IMGP2751.JPG 174,5 kB – 0 Downloads IMGP2752.JPG 186,12 kB – 0 Downloads IMGP2839.JPG 189,14 kB – 0 Downloads IMGP2840.JPG 184,76 kB – 0 Downloads

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