Also Bärchen,
der Brummi hat das schon ganz gut im Kopf. Ich würde allerdings sagen, für einen Student der Fahrzeugtechnik ist der 190er Diesel eher ein Beispiel "Wie baue ich ein Auto nicht...".
Mein Diesel ist ein gemopfter 2.0 Liter mit derzeit knapp 427tkm auf dem Tacho. Die Motoren sind robust, simpel und was die Technik angeht recht dauerhaft. Man sollte ihn wie jedes Fahrzeug ordentlich warmfahren und dann läuft er fast ewig. Meiner läuft seit über 200tkm auf PÖl mit den entsprechenden Anpassungen für einen MOPF (Einspritzdruck/ Einspritzzeitpunkt und Vorwärmung). Wie Jan schon schrieb, einfach mal beimischen und sehen, was passiert. Im Winter fahren die meisten PÖler einen Dieselanteil von bis zu 50%, für meinen Teil sind es 15% Diesel auf 85% PÖl, damit läuft es auch bis -16 Grad. Problem ist meist der Start, wenn er dann läuft, hast du gewonnen. Und die Filter solltest du nicht unterschätzen, das PÖl löst die Dieselablagerungen und spült sie erst mal in die Filter.
Zu den Ersatzteilen:
- 100tkm die Wasserpumpe wird noch vom Vorbesitzer bei Daimler getauscht
- 225tkm die vorderen Querlenker werden überholt
- 275tkm Unterdruckpumpe prophylaktisch getauscht (wenn die originale Pumpe zerreist, ist das sehr schädlich für den Motor)
- 300tkm die Hinterachse wird überholt (Stangenmikado) und neue Topfbuchsen verbaut
- 330tkm die erste Kupplung ist an der Verschleissgrenze angelangt
- 426tkm eine Antriebswelle der Hinterachse quittiert den Dienst, beide durch Neuteile ersetzt
Dazwischen zwei Batterien verschlissen und diverse andere Spielereien gewechselt. Ansonsten problemlos fahrbar, sogar einen Weinberg bei Würzburg haben wir schon erklommen (blödes Navi...).
Viel Spass mit deinem Ölmotor (OM601),
Frank.