Kopfdichtung (ZKD) beim 190 2.0E selber wechseln?

  • Hallo,


    ich hab gerade in einem anderen Thema gelesen, dass einer bei einem 2.6er für seine Motorinstandsetzung bezüglich Kopfdichtung und noch ein paar andere Dinge 1200 bezahlen soll/hat, wie auch immer.



    Nun meine Frage:


    Kann man das bei einem 2.0E nicht selber machen? Ich habe es bereits einige male bei meinem Motorrad gemacht, wobei es dort ein V2 Motor ist, und man somit nur zwei kleine ZDK wechseln musste. Dennoch bin ich da nicht ganz unerfahren (Habe bereits Erfahrungen mit Motoreninstandetztungen von Motorrädern) und wollte wissen, ob es bei meinem Benz nicht ebenso gut machbar ist, bevor ich dabei gehe???



    Dann noch etwas. Ist es eigentlich schon fast ein Muss, hierbei den Zylinderkopf zu planen, oder kommt es auch des öfteren vor, dass dieser sich nicht unbedingt verzogen haben muss?


    Hab nämlich im Kühlwasser etwas Ölschlamm am Deckel und an der Innenwand des Ausgleichsbehälters. Und von daher wollte ich die nun demnächst mal selber wechseln (258000km), da ich dafür sonst keine Kohle als Student über habe. Man sieht auch, dass er an der Zylinderkopfdichtung nach außen hin an den beiden letzten Zylindern Öl leckt.


    Auf was sollte ich dabei sonst noch achten und was brauche ich "unbedingt" alles neu, bis auf die ZKD und Kühlwasser :-)? (z.B. neue Zylinderkopfschrauben notwendig, Ventilschaftdichtungen?)

  • Moin,


    die Beschreibung zum erneuern der ZKD steht hier im Forum.Es ist kein Hexenwerk,aber auch nicht ganz ohne.


    Wenn man schon den Kopf ab hat,sollte man ihn auch planen lassen,Schaftdichtungen erneuert und natürlich die Ventilführungen kontrollieren .
    Bei meinem hab ich noch die Ventilsitze bearbeitet.


    Gruß Kay

  • Man sollte schon wissen was man da tut und wie man vorgeht. Ein Reparaturhandbuch sollte auch zur Hand sein. Wenigstens der Anzugsdrehmomente zu Liebe. Die richtige Reihenfolge beim Lösen und später Festziehen der Kopfschrauben, etc.


    Tja, was man so an Werkzeug braucht: Allerhand. Unbedingt Drehmomentschlüssel und auch einen Abzieher für die Gleitschienenbefestigung der Steuerkette. Der kann aber auch selbst gebaut sein.
    Bei 258.000 sind deine Ventilschaftdichtungen so flexibel wie gut abgelagertes Eichenholz. Das heißt, du brauchst zum Wechseln jener einen Ventilfederniederdrücker.
    Beim Aufsetzen der Schaftdichtungen muss man aufpassen, da Ein- und Auslass unterschiedliche Durchmesser haben.
    Bei dem KM-Stand auch unbedingt die Nocke kontrollieren, die zum Schaftdichtungswechsel eh ab muss. Meine war bei 211.000 total am Ende.
    Neue Kopfschrauben sind nicht erforderlich, wenn sie eine bestimmte Dehnung nicht überschritten haben. Kann man nachmessen, aber da würde ich jetzt auch nicht sparen. Lieber neue.


    Es ist ein Alu-Kopf. Ich habe in der Lehre gelernt, Alu-Köpfe immer zu planen, weil sie stark zum Verzug neigen. Meiner war übrigens krumm wie ein Affenarsch...
    Wenn du Pech hast, wirst du evtl. auch einen Schaden im Kopf festellen. Bei mir wurde nach dem Planen festgestellt, dass entweder ein Lunker bei Gießen des Kopfes entstanden ist, oder der Kopf unter Pitting litt.
    Ich sprach das im W124 Forum an und es meldeten sich noch andere mit dem M102 Motor, die das gleiche Problem hatten: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.w124-board.de/thread.php?threadid=49984">http://www.w124-board.de/thread.php?threadid=49984</a><!-- m -->


    Ansonsten: Kopfdichtungssatz komplett (Schaftdichtungen sind dabei), Öl und Filter, Frostschutz, je nach dem neue Kerzen und wenn man schon dabei ist, noch einen neuen Keilrippenriemen.


    Ich habe alles selbst gemacht (ausser Planen: 50€) und habe für ALLE Teile insg. bissl mehr als 600€ bezahlt. Kompletter Dichtsatz, Nocke, Schlepphebel, Hydros, Frostschutz, Kerzen, Öl, Luft- und Ölfilter, Keilrippenriemen und noch Kleinigkeiten. Krümmerschrauben, Kopfschrauben, Reinigungsmat., etc.


    S.D.