Unruhiger Leerlauf 190E 1.8 BJ93

  • Hallo Liebe Gemeinde, vielleicht kann mir hier einer der Spezi's ja weiterhelfen. Ich versuche das Problem so genau wie möglich zu beschreiben.


    Ich habe einen 190er, 1.8, BJ 06/93, Schalter mit etwa 140tkm Laufleistung, der einen sehr unruhigen Leerlauf hat und auch schonmal ausgeht. Gewechselt wurden bislang Zündkerzen, Lufi, Zündkabel und Zündverteiler. Das Problem ist aber vermutlich eher auf der gemischbildenden Seite. Gereinigt ist auch schon der Bereich um die Stauscheibe.


    Problembeschreibung: Der Motor springt einigermaßen gut an. Sporadisch hört man schonmal so ein 'plopp' aus dem Ansaugtrakt und dann geht er auch aus. Im Extremfall fliegt dann sogar auch der Schlauch ab, der vom Luftfilterkasten über den Ventildeckel an den Leerlaufsteller geht (zumindest glaube ich das ist der Leerlaufsteller - hier geht der Schlauch dann auch ab).
    Im Leerlauf läuft er eher unruhig und beim losfahren muss man immer vorab erstmal kurz Gas geben. Hebt man die Drehzal mit dem Gaspedal an der Ampel etwas an, läuft der Motor ruckelfrei. Sobald also die Stauscheibe etwas angehoben ist, ist Ruhe. Tut man das nicht und hört sich den Motor aus der Nähe an, ist nach Drehzahlabsenkung (Motor geht fast aus) immer ein kurzes Zischen zu vernehmen (vermutlich öffnen der Stauscheibe) mit nachfolgender kurzer Drehzahlanhebung. Dann geht das ganze wieder von vorne los: Drehzahl geht runter, Motor fast aus usw.....


    Den Lufikasten hatte ich schonmal ab. Undichtigkeiten sind augenscheinlich keine zu erkennen. Allerding gibt es einen kleinen Anschluss für einen Unterdruckschlach direkt hinter dem Gehäuse für die Stauscheibe. Dieser Anschluss sah zwar so aus, als wäre dort mal etwas drauf gewesen, aber weit und breit ist kein Schlauch zu sehen, der dor rangehören könnte. Hat jemand eine Ahnung, was dort drangehört? Ich habe diese Öffnung erstmal verschlossen, weil ich glaubte er zieht dort ungewollt Nebenluft. Die Situation hat das allerdings überhaupt nicht verbessert.


    Vielen Dank für eure Hilfe!! [heul]
    LG
    Matthias

  • Danke für die Info. Werde den LLS mal reinigen. Muss mal schauen wie das geht.
    Weißt du zufällig noch etwas über den beschriebenen Unterderdruckanschluss hinter der Klappe? Steckt im Alu-Gehäuse und zeigt nach oben. Ca 4mm Anschluss.


    Ich bin 37 und aus Berlin. Eigentlich ein gestrandeter 126er bzw 124er Fahrer mit Zweitwagentendenz zum 201. Das ist also das 3te Mercedesforum. [klatsch]


    Lg
    Matthias

  • Moin Matze,


    willkommen und viel Spaß im Forum [rock]


    Bei deinem Problem wirst Du sicherlich schnell Abhilfe finden. In der Suchfunktion einfach mal "Leerlauf" und/oder "KE-Diagnose" eingeben, hatten und haben derzeit auch so einige hier mit ihren 1.8ern. (meiner derzeit auch)


    Cheers,


    Tom


    p.s.: Alt "S" ist immer etwas feines.... [rock] [rock] [rock]

    .....Grammatik gelernt bei Yoda Du hast....


    Ich baue Motoren, die Steuerung dazu ist Hexenwerk.....!!!

  • Das Problem hatte ich anfangs auch mal.
    Bei mir war das Problem, dass diese Schnur vom Gaspedal nicht straff genug war xD
    vielleicht ist das ja bei deinem auch der fall

  • Hallo Leute, so ich habe mich jetzt nochmal etwas intensiver damit beschäftigt und fasse wie folgt zusammen:
    * Leerlaufsteller gereinigt. Dieser öffnet beim starten auch voll, hängt also nicht.
    * U-förmigen Schlauch vom LLS zum Ansaugkanal erneuert
    * ÜSR erneuert
    * Zündkerzen, Verteilerkappe, Verteilerfinger, Zündkabel neu
    * Bereich um die Stauklappe herum gereinigt
    * Kaltstarteinspritzventil ausgebaut. Spritzbild beim starten ok. Kein Nachtropfen erkennbar.
    * Gasbowdenzug überprüft und eingestellt


    Heute ist mir beim Warmstart schonwieder mit einem 'Plopp' der obere Schlauch vom Leerlaufsteller abgeflogen. Hört sich so an, als ob es zu einem Druckaufbau durch Fehlzündung im Ansaugbereich kommt. Ein leichtes Qualmen aus dem Motorraum ist dann auch zu sehen. Vermutlich aus dem dann offenen LLS. Steckt man den Schlach wieder drauf, springt der Wagen auch wieder einigermaßen an. Allerdings läuft er generell nach wie vor unruhig im Leerlauf. Fast wie so kleine Aussetzer, auf jeden Fall aber mit Drehzahlschwankungen und hörbares Nachregeln über die Öffnung der Stauklappe (zischt dann hin und wieder kurz).


    Da ich Benzin im Ansaugtrakt vermutet hatte, habe ich durch die geöffnete Stauklappe und Drosselklappe mal mit einer Taschenlampe in den Ansaugkanal geschaut. Für mich sah es dort recht feucht aus, eine Pfütze war nicht zu sehen. Die leichte 'Feuchte' war auch der Grund für den Ausbau des Kaltstarteinspritzventils, was aber leider keine Auffälligkeiten ergab. Hat sonst noch jemand eine Idee?


    Vielen Dank für die Hilfe und LG [smilie=confused-smiley-013.gif]
    Matthias

  • Hallo,


    ich habe mal gelesen, dass die Einspritzventile selber Ärger machen können. Wenn ich mich recht erinnere, sind die mit einem O-Ring in ihrer Bohrung eingesetzt, das kann wohl undicht werden.


    Außerdem können ja auch die Einspritzventile selber undicht werden und dann nachtropfen - zumindest bei meinem E30 war das damals so. Das macht sich aber mWn eher mit Startschwierigkeiten bemerkbar.


    Auch an dem Kraftstoffpumpenrelais bzw. allgemein an der Spritzufuhr haben einige wohl schon herumlaboriert..


    Viel Erfolg!!