190E 2.0 118PS Steuerzeiten nicht korrekt ! Bitte um fachmännischen Rat

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    • 190E 2.0 118PS Steuerzeiten nicht korrekt ! Bitte um fachmännischen Rat

      Hallo liebe Gemeinde,

      hier bin ich mal wieder mit Problemen an meinem 190E, 2.0 118PS Bj 1987 .....

      Die Steuerzeiten stimmten nach einer Instandsetzung des Wagen wegen Zylinderkopfdichtungsschaden und Planung des Kopfes nicht genau.

      So wie ich nachträglich selbst feststellen konnte waren die Steuerzeiten der Nockenwelle wohl um 1° daneben.
      Und zwar handelte es sich wohl laut meiner Feststellung um verspätete Öffnungszeiten.

      Sprich, ich habe das Kurbelwellenrad / Schwingungsdämpfer auf OT Stellung gedreht -> dabei war die OT Markierung der Nockenwelle noch nicht eben mit dem Zylinderkopf....
      Ich habe dann am Kurbellwellenrad weitergedreht bis die Nockenwellenmarkierung übereinstimmte. -> Ich konnte dann auf dem Schwingungsdämpfer links von OT den zweiten Strich ablesen -> Sprich das sollte wohl 1° bedeuten.
      In diese Richtung vom Schwingungsdämpfer geht es nur bis max 2° die andere Richtung nach rechts von OT ist wohl bis 8° markiert !

      Meine Frage nun, was ist schlimmer, die früheren oder die späteren Öffnungszeiten und um welche handelt es sich genau bei mir ? Ich denke das meine Schlimmer sind da es ja hier nur bis maximal 2° überhaupt ablesbar ist !

      Wie kann man aber dieses 1° korrigieren ? -> Es gibt doch nur Scheibenfedern zur Korrektur ab 2°

      -> zur Info... bin jetzt ca. 15000 Kilometer so gefahren, allerdings hatte der Motor überhalb von 4500 u/min stark angefangen zu klingeln.
      -> Jetzt habe ich einen Motorschaden -> keine Kompression aus Zylinder 2. -> Habe den Motor jetzt selbst zerlegt und festgestellt das dass Auslassventil von Zylinder 2 Verbogen ist.
      Auch 2 weitere Auslassventile sind leicht verbogen und wie ich es beurteilen kann auch ein Einlassventil.

      Von was kann das gekommen sein ??? Von dem um 1° verstellten Steuerzeiten ???

      Bitte um info wie man hier am besten Vorgeht... Ich möchte das wenn ich den Motor selbst wieder komplettiere und Einstelle... das dann alles 100% läuft.


      Besten Dank und lieber Gruss an alle....


      Marc...
    • Eieiei....

      Also erstmal: Steuerzeiten haben zu stimmen! Weder früher noch später ist zu tolerieren. Wobei ein paar Grad Richtung später bei Verschleiß der Kette unvermeidbar sind.

      Aaaaber: ich meine damit 2...3°KW.
      Offenbar hast Du die Skala falsch abgelesen: Wenn ich mich recht erinnerie in 10- oder 5°Schritten geteilt. Du hast also wohl 20° Fehler gehabt - was einem Zahn der Steuerkette entspricht. Kurzum: Kette falsch aufgelegt.
    • Also Ventilaufschläger sind oftmals die Folge von grobem Steuerzeitenversatz.
      Was mich interessieren würde wäre, ob der Kopf geplant wurde.Dadurch kann es zu min.
      Versatz kommen,der zu korrigieren ist.Wenige Grade gehen mech.ohne
      Komplikationen,ein Zahnversatz nicht.Dann wird es wie von York vermutet zu einem
      Montagefehler gekommen sein.War es gar ein Ablesefehler bei der Montage?
      Um neue Ventile kommst Du da nicht rum.Versetzte Scheibenfedern gibt es heute auch noch,
      Teilenummern könnte ich raussuchen.

      Gruß Markus
    • flori-68 schrieb:

      Also Ventilaufschläger sind oftmals die Folge von grobem Steuerzeitenversatz.
      Was mich interessieren würde wäre, ob der Kopf geplant wurde.Dadurch kann es zu min.
      Versatz kommen,der zu korrigieren ist.Wenige Grade gehen mech.ohne
      Komplikationen,ein…

      Hallo Markus,

      das alles steht hier 190E 2.0 Bj Springt nicht mehr an

      Gruß
      Rainer

      Never touch a running system
    • Hallo an Alle....


      Vielen Dank zunächst nochmals an alle......

      Ja der Link zu meinem alten Thema stimmt natürlich.....

      Allerdings lief der Wagen jetzt so ca. 15000 Kilometer, und wurde damals mit Kopfplanung von einem anscheinenden Profi Automechaniker repariert...
      Ich hatte ihn ja dann meist auch unter 4500 u/min bewegt, da ist das Klopfen des Motor`s mir auch nicht aufgefallen....

      Jetzt ist es mir aber auch klarer was es war...... Hier haben wohl die Auslassventile die durch die Rückholfederträgheit (Zeit bis zum Schließen) bei höheren Drehzahlen -> schnellere Kolbenbewegung nicht mehr ausgereicht um das Ventil noch rechtzeitig vor dem Kolben OT zu schließen / da Steurezeiten daneben lagen und Abstand Kolbenboden und Ventil zu gering ! -> Sehe ich das richtig..... weil die Steuerzeiten soweit daneben lagen.... !

      -> Möchte mir nur erklären warum das Geräusch auch nur bei höheren Drehzahlen aufgetaucht ist und warum der Motor 15000 Kilometer einigermaßen lief !

      Das mit den Gradzahlen war mir nicht ganz klar, ich dachte ein Strich bedeutet 0,5° und nicht 5° am Schwingungsdämpfer !

      Klar bedeutet das dann das es sich um ca. 10° danebenliegende Steuerzeiten handelte.

      Wie kann ich aber nach Instandsetzung der Ventile aber nun die Steuerzeiten genau richtig einstellen ? Es gibt doch nur Scheibenfedern bis 5° das heißt ich kann hierdurch nur 5° korrigieren. Das würde aber bedeuten die Steuerzeiten liegen immernoch um 5° daneben !

      Wie kann ich aber die anderen 5° noch korrigieren ?

      Einen Zahn an der Kette zu versetzen bringt ja angeblich gleich 20° !

      Und kann durch ein Kopfplanen gleich eine Veränderung von 10° vorliegen ???

      Fragen über Fragen, aber einem Automechaniker wie dem meinen von damals werde ich wohl eher nicht mehr vertrauen :)

      Hoffe auf Eure tolle Hilfe...


      Vielen Dank und lieber Gruss an alle....
    • Alsoooooo,

      das ist ja eig. recht easy,die Nockenwelle braucht eine komplette Umdrehung für einen Motorumlauf,
      die Kurbelwelle zwei (Viertakt Otto)....ok
      Heißt, das NW-rad hat doppelt so viele Zähne,wie das der KW. Ok....?
      Ergo , hat das NWR 36 Zähne=KWR 18Zähne 1Z KW = 20°KW=10° NW ....ok....

      So,und nun zu den versetzten Scheiben,die gibt es in zwei (oder ein) Grad Schritten für die NW.Du kannst
      sie aber links oder rechts herum einsetzen,also den Bereich zwischen zwei Zähnen perfekt
      ausgleichen.

      Hoffe,ich hatte jetzt keinen Erinnerungsfehler und Dir ist das System plausibel geworden.

      Zu den krummen Ventilen:
      Die Zeiten können nur zu spät gewesen sein,der Kolben ist gegen das noch offene AV gelaufen,
      das EV hat einfach nur später geöffnet,aber ohne mech. Konsequenz.
      Leistungsverluste stellen sich gerne erst bei höheren Drehzahlen ein.

      Licht ins Dunkel gebracht?



      Gruß Markus
    • Wow Super, vielen Dank für den tollen Beitrag....

      Jetzt wird`s auch so langsam Hell bei mir :)

      Sprich die Scheibenfedern geben den Gradversatz an der Nockenwelle an und nicht den Versatz den es an der KW ausmacht....

      Sprich wenn ich an der KW einen Versatz um 10° habe so muss ich an der NW natürlich nur eine Versatzscheibe mit 5° einsetzen dann erreiche ich an der KW 10°

      Richtig ??? Ich glaub ich habs jetzt durchgestiegen.... :)

      Vielen Dank für die Erleuchtung !
    • Bring´den Kopf in Ordnung, bau´ihn drauf und lege die Kette ordentlich auf, mit der vorhandenen Scheibenfeder.
      Noch bei geöffnetem Motor überprüfst Du am Besten gleich mal die OT - Angabe am DSW, Du siehst ja, wo der Kolben steht.

      Erst nach der Messung der tatsächlich vorhandenen Abweichung würde ich eine spezielle Scheibenfeder besorgen, mich aber vorher erstmal fragen, ob vllt. die Kette einfach ausgeleiert ist. Was hat der Motor denn weg? Baujahr 87...noch Einfachrollenkette?
      Habe auch eine Einfachrollenkette in meinem 240.000km-Motor - bisher ohne Probleme.


      Aber nur vom Planen kommen keine 10°.
      Ein ganzer Zahn sind 20° - und macht ca. (ganz grobe Schätzung) 1cm Kettenlänge aus. Willst Du 10° Abweichung durch das Planen des Kopfes erreichen, müssten also mal eben fünf Millimeter runtergehobelt worden sein - das glaube ich nicht - geht auch gar nicht.

      Es bleiben also zwei wesentliche, mögliche Ursachen für Deine 10° (oder doch 20°?) Steuerzeitenabweichung:

      1. Kette falsch aufgelegt. (Es hat schon seinen Grund, warum ich vorm Abnehmen des Kettenrades immer ein Kettenglied und den entsprechenden Zahn mit der Reißnadel kennzeichne, zusätzlich dazu, dass der Motor grundsätzlich in Stellung Zünd-OT zerlegt und zusammengebaut wird und nach Zusammenbau und händischem durchdrehen des Motors an der Kurbelwelle (Ratsche und 27er Nuss) (vorwärts!!) mindestens zwei mal kontrolliere, das das alles stimmt.)

      2. Kette deutlich gelängt.
      An der Stelle würde ich in den sauren Apfel beißen, und die Kette dem Hochofen zuführen, statt es zu riskieren, sie in 2000km gerissenerweise zusammen mit einem weiteren Satz Ventile auszutauschen...
    • Hallo T993, vielen Dank für den Beitrag....

      Der Motor hat erst originale 127tkm drauf.
      Ja es handelt sich um eine Einfachrollenkette -> sprich keine doppelte.....

      Was verstehe ich den unter DSW ??? -> Schwingungsdämpfer / Kurbellwellenrad ???

      Wie kann man den die Kette tauschen ? Was muss man hierzu noch alles ausbauen ?
      Oder gibt es da auch ein Kettenschloss ? Ich denke aber eher nicht ! Und was Kostet ungefähr eine neue Steuerkette ?

      Weitere Frage wäre noch ob ich alle Ventile gleich austauschen sollte oder ob ich nur die verbogenen tausche sollte.

      Wo würdert Ihr am besten die Ventile kaufen / Original DB oder MAHLE oder FEBI oder sonstiges ?

      Und könnte mein Schaden vielleicht auch von einem defekten Kettenspanner kommen, bzw. gibt es sowas überhaupt ?
    • DSW - Drehschwingungsdämpfer. Zugegeben etwas eigentartig abgekürzt, aber mir irgendwie so inne.

      An dieser Stelle würde ich den Kopf einem Motoreninstandsetzer auf den Tisch legen.
      Ventile tauschen, alle die krumm sind. Außerdem zuindest bei den getauscheten Ventilen die Sitze nachschleifen und bei allen acht Ventilen die Schaftdichtungen (Pfennigartikel) ersetzen.

      Alles andere hat wenig Sinn, finde ich.

      Defekter Kettenspanner - Kette locker - Kette übergesprungen. Geht schon. Aber das hört man vorher.

      Defekte Kettenspanner gibt es, allem voran bei BMW...
      Aber auch die vom 190er gehen fest. Das ist aber ein einfach lösbares Problem: Kettenspanner rausschrauben (musst du ja eh) und mit einem Schraubendreher o.Ä. ganz durchdrüken, bis Kolben und Zylinder einzeln sind. Dann alles Reinigen (auf evnetuelle Ölbohrungen achten!) und geölt wieder zusammenbauen - dre Kolben wird in die gleiche Richtung wieder eingeschoben, wie Du ihn herausgedrückt hast.

      (Stell Dir vor, der Spanner wäre noch im Zylinderblock eingeschraubt, große Mutter und Feder abgenommen:
      Du drückst (da wo sonst die Feder sitzt) den Kolben nach innen, in den Block rein, bis er quasi in den Motor fällt. Wieder eingebaut wird der Kolben, in dem Du ihn von Außen wieder anfädelst und wieder Richtung Motor drückst. Das ganze findet aber natürlich auf der Werkbank statt!)

      Zum Thema Kette kann ich nix weiter sagen, da fehlen mir die Erfahrungen.
    • So Leute.... Nun mal vielen Dank an euch alle....

      Mein Baby Benz läuft wieder, dank euren tollen Tips und eurer Hilfe....

      Leider war aber dank des damaligen tollen Mechanikers und den falschen Steuerzeiten nach 15000 km Laufleistung so gut wie alles am Ventiltrieb hinüber....

      Spirch Nochkenwelle komplett im Eimer, Kipphebel total im Eimer, Ventile verbogen, Steuerkette komplett gelängt und so weiter....

      -> Habe jetzt einen Tauschopf draufgemacht und diesen zuvor sauber überholt, sprich Ventile eingeschliffen, Ventilschaftdichtungen neu usw.

      Jetzt habe ich den Wagen zusammengebaut mit natürlich auch einer neuen Steuerkette und der Motor schnurrt dank auch der richtigen Steuerzeiten wie ne eins.....


      Vielen Dank an alle....


      Nun muckt aber die Automatik ein wenig -> mache hierzu einen neuen Beitrag auf...