Historie:
Seit mehreren Jahren weist das Fahrzeug ein schlechtes Kaltstartverhalten nach Standzeiten von mehr als einer Woche auf. Es ist dann langes „Orgeln“ erforderlich. Nach dem Start läuft der Motor etwa 10 Minuten unruhig, danach stabilisieren sich Leerlauf und Leistung. Erfolgt ein erneuter Start innerhalb der nächsten sieben Tage, springt der Motor sofort an und es gibt überhaupt keine Probleme. Leistung und Verbrauchswerte zufriedenstellend (10,3 l/100 km letzte 10Tkm, bei langen Strecken 8,6 l/100km).
Meine ursprüngliche Hypothese war eine Undichtigkeit der Einspritzdüsen (Nachtropfen), was zur Überfettung des Ansaugtrakts und zu Dampfblasenbildung im Kraftstoffsystem führt. Unruhiger Motor bis das Benzin im Ansaugtrakt verbraucht ist.
Ein Austausch aller Einspritzdüsen brachte jedoch keine Besserung. Aktuell startet der Motor gar nicht mehr.
Bisherige Diagnose und Prüfschritte:
Zündanlage: Der Zündfunke ist an allen Zylindern vorhanden (getestet mit Funkenstrecke, überspringt 5 mm). Bei ausgebauten Zündkerzen gibt es eine deutliche Zündreihenfolge.
Kraftstoffdruck (KE-Jetronic):
Systemdruck (Oberkammer): 5,2 bar
Unterkammerdruck: 4,9 bar
Haltedruck: 2,8 bar (wird über mehr als 24 Stunden stabil gehalten).
Mengenverteiler/Düsen: Bei manueller Betätigung der Stauscheibe und laufender Kraftstoffpumpe liefern die Düsen ein sauberes Spritzbild.
Kaltstartventil (KSV): Das KSV ist im Ruhezustand dicht.
Aktueller Zustand:
Trotz der korrekten Druckwerte und vorhandenem Zündfunken startet der Motor nicht. Nach erfolglosen Startversuchen sind die Zündkerzen nass. Ein Startversuch nach mehrtägiger Trocknung der Brennräume sowie die Ansaugbrücke blieb ebenfalls ohne Erfolg. Die Kerzen waren unmittelbar danach wieder nass. Nun wende ich mich an das Forum, falls jemand weitere Hinweise zur Fehlersuche geben könnte, vielen Dank im Voraus.