Beiträge von Gullideggl

    Mir würde das ehrlich gesagt keine Ruhe lassen.

    Deine Bilder sprechen ja eigentlich für sich:

    Wenn der Motor für beide Fotos in der selben Position stand, also dazwischen nicht verdreht wurde, dann kann ich mir das nicht anders als durch eine gelängte Kette erklären.

    Wenn die Nockenwellenmarkierungen fluchten und in dieser Position die Kurbelwelle schon 10° weiter steht, woher soll diese Differenz kommen? Würden da 10° vor OT stehen, wäre das denkbar: Die Kurbelwelle hätte sich wieder zurück gedreht, weil evtl. der Gang noch eingelegt war und das Dranlehnen ans Auto die Fuhre zurückgeschoben und dadurch den Motor zurückgedreht hat. Die Steuerkette würde dann irgendwo zwischen Kurbelwelle, Einspritzpumpe und Nockenwellenrad etwas durchhängen.

    Aber im Fall von 10° nach OT muss (!!!) die Kette unter Spannung sein und es bleibt nur übrig, dass sie gelängt ist.

    Am besten nimmst du nochmal den Ventildeckel runter und prüfst das nochmal selbst, ist ja ein überschaubarer Aufwand. Wenn die Kette in kurzer Zeit auf 10° gelängt wurde, sind die 11° auch nicht mehr weit.


    Grüßle Jo

    Mag sein, dass es falscher Alarm war - kann ich jetzt nicht beurteilen.


    Muss dir aber leider mitteilen, dass es nichts - aber auch gar nichts - ausmachen kann, ob das Fahrzeug aus- oder eingefedert ist. Die Werkstatt, die eine derartige Aussage tätigt, lässt ihre Lehrlinge sicher auch Feilenfett holen...

    Ein Hinterrad blockieren? Nächster Scherz...

    Haben die dich wirklich ernst genommen? Oder meinen die das selbst etwa ernst?


    Ob und wie gut der OM60X mit 10° Längung noch läuft, kann ich nicht sagen. Ein OM615 mit 15° Längung hatte ich schon hier. Lief ohne auffällige Geräusche.


    Grüßle Jo

    Dann bin ich auf deinen Bericht gespannt! 10° Versatz wirst du hinterher an der Leistung schon positiv bemerken, weil das auch an der Einspritzpumpe schon um die 5° späteren Förderbeginn bedeutet (die ESP liegt etwa auf halber Strecke zwischen Nockenwellenrad und Kurbelwelle).


    Grüßle Jo

    Hallo Marc,


    der Steuerzeitenversatz ist eindeutig. Zusätzlich kannst du prüfen:

    wenn sich die Kette oben am Nockenwellenrad auf 12 Uhr nennenswert vom Nockenwellenrad abheben lässt, ist die Kette verschlissen. Normalerweise bei guter Kette liegen die Kettenglieder stramm in den Zähnen des Rades.


    Das Schwierigste am Kettentausch ist das Vernieten der neuen Kette, mit entsprechendem Werkzeug aber kein Problem. Wenn man die Kette immer fleißig alle paar Zentimeter mit Kabelbindern am Nockenwellenrad sichert, ist das Durchfädeln der neuen Kette kein Problem. Etwas fummelig könnte noch der Tausch der Gleitschienen sein. Ich würde zunächst nur die tauschen, an die man gut drankommt.


    Grüßle Jo

    Das undichte Teil ist der Kraftstoffthermostat. Hier im Forum dürfte dazu genug zu finden sein.


    Kann man überbrücken und wenn man nicht für immer drauf verzichten will ausbauen, neu abdichten und wieder einbauen.


    Grüßle Jo

    Mein Gehirn kann das so früh am Morgen nicht einordnen. Es springt wie bei einer optischen Täuschung hin und her zwischen Golf und 190er :!::?:


    Megaexotisches Gefährt, bin gespannt wie es wird! Bitte weiter berichten! :thumbsup:


    Grüßle Jo

    Morgen zusammen,


    das hat alles nicht den geringsten Sinn hier. Auf Fragen und Versuche zur Klarstellung wird nicht eingegangen. Es wird eindeutigst von der Hinterachse geredet und nicht einmal korrigierend darauf hingewiesen, dass es sich um ein Problem an der Vorderachse handelt?

    Zitat

    Die Stelle ist auch vom Motorraum aus nicht zu sehen..

    Jetzt stellt sich raus, dass es vielleicht doch an der Vorderachse ist. Wie soll da überhaupt eine sinnvolle Kommunikation möglich sein?


    Grüßle Jo

    Hallo Moritz,


    am Kat wird es nicht liegen. Ich kenne deinen Kurzstrecken-Fahrstil nicht, bei "konstant 120km/h" ist dieser definiert, denn ich nehme an, du bis da im höchsten Gang gefahren. Wenn du auf Kurzstrecke eher höhertourig fährst, viel bremst, usw. kann das den Verbrauch hochtreiben. Am wenigsten brauchen die Diesel, wenn man sie niedertourig, also leistungsarm und vorausschauend bewegt.


    Außerdem halte ich die 4,6 Liter bei 120km/h für unrealistisch. Ich wüsste nicht, wie das möglich sein sollte. Solche Verbräuche sind möglich aber eigentlich nur, wenn man überland und langsam fährt, vorausschauend, viel rollen lässt, usw., ich hatte das schon mehrmals auf Französischen Landstraßen. Vollbepackt und mit Automatik 5,8 Liter. Mit Schaltgetriebe ließe sich da noch deutlich sparsamer fahren.

    Aber 4,6 Liter bei konstant 120km/h?

    Da ist die geforderte (und praktisch immer anliegende) Leistung schlicht zu hoch, der spezifische Verbrauch wäre unter dem, was der Motor überhaupt kann.

    Im Handbuch ist ein Verbrauchsdiagramm, das den Verbrauch bezogen auf die gefahrene Geschwindigkeit angibt. Das passt meiner Erfahrung nach exakt. Drunter oder drüber kommt man nur durch Änderungen im Fahrprofil.

    Ist das mit den 4,6 Litern reproduzierbar oder wars womöglich eine falsche Messung?


    Grüßle Jo

    Hallo zusammen,


    ich kann auch nur bestätigen, dass der Ausbau rein gar nichts bringen wird. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass der Kat verstopft o.ä. ist, so dass der Abgasstrom zu viel Widerstand hat.

    Mit Kat stinkt der Diesel sehr viel weniger. In meinen /8 habe ich deshalb einen Oxikat eingeschweißt, obwohl gar nicht vorgesehen. Es macht die alten Autos nicht sympathischer, wenn die ihre Duftwolke verbreiten. Der Kat macht hier wirklich einen enormen Unterschied!

    Um Leistung und den Verbrauch zu optimieren lieber mal das komplette Kraftstoffsystem überholen (Dichtungen, Schläuche, Vorförderpumpe, alle Filter), das erhält auch die wichtigste Tugend der alten Diesel: die Zuverlässigkeit.

    Unbedingt auch mal "Hardware" wie die Steuerzeiten und den Förderbeginn checken. Bei sehr hoher Laufleistung auch mal neue Einspritzdüsen gönnen.


    Die Abgasuntersuchung ändert sich durch Ausbau / Austragen des Kats rein gar nicht und der Motor wird weiterhin bis Max. Drehzahl gedreht. Es schadet dem Motor auch nicht, wenn er öfter mal Volllast und Nenndrehzahl kriegt, im Gegenteil.


    Grüßle Jo

    Hallo Basti,


    super Bericht, schön ehrlich und nicht geschönt :thumbsup: Hast meinen vollen Respekt fürs Durchziehen!

    Im Grunde ist das aber der ganz normale Wahnsinn an nem alten Auto und wenn man das nicht öfter macht, dauert das hald seine Zeit.

    Das Einzige, was ich ganz klar anders gemacht hätte, auch wenns blöd aussieht: alles, was neu lackiert wurde in weiß. Da sieht man den Rost einfach schneller, wenn er wieder kommt.

    Ansonsten Top!


    Grüßle Jo

    Morgen Basti,


    weil ich den vorderen Simmerring auch noch vor mir habe, wäre eine Beschreibung der relevanten Schritte prima! Also gerade der Teil, wo du mit dem Körner den Ist-Zustand markierst. Wenn ich das richtig verstehe, markierst du einfach die Position der Mutter und ziehst die wieder so an wie vorher?

    Waren die Laufflächen für die Wellendichtringe noch OK? Beim /8 habe ich die damals mit Reparaturhülsen ausgebessert (SKF Speedi-Sleeve)


    Grüßle Jo

    Hallo Basti,


    ich denke das wäre ein Bericht, der Vielen helfen würde!

    PA-Schlauch/Rohr ist eine prima Alternative. Gerade solche Fragen wie Übergänge zwischen PA-Rohr, Gummischlauch und Stahlleitung dürften für Viele hier interessant sein, weil das Problem von Instandsetzungen ja immer wieder auftaucht.


    Ich hab selbst schon mit Schneidringverschraubungen und verzinktem Hydraulikrohr ausgebessert, ebenso mit (hochwertigem) Kraftstoff-Gummischlauch. Vielleicht sollten wir da extra ein Tmema eröffnen, wo auch Normen und Bezeichnungen drinstehn. Beim Diesel ist guter Kraftstoffschlauch z.B. einer nach DIN 73379/3E, alles Andere ist nicht das Gelbe vom Ei.


    Grüßle Jo

    Meine Autos bringen auch jede Menge Emotionen. Hergeben kommt nicht in Frage. Aber auch nur, weils noch zeitlich irgendwie geht und weil die Kisten günstig fahren. Wäre das nicht der Fall, dann weg damit und zwar aus einem einfachen Grund:

    Es löst bei mir auch Emotionen aus, wenn etwas kaputt ist und repariert werden muss. Wenn das Gelumpe wieder gern meine Zeit in Anspruch nehmen möchte. Wenn ich mir bewusst mache, wie viel Arbeit da drin steckt, die oft nur ätzend war. Und bei einem teuren Auto kommt noch hinzu, dass mein Geld ebenso nicht aufm Baum wächst, sondern wiederum meine Freizeit frisst. Mit meinen Autos verbinde ich auch jede Menge Emotionen, auf die ich verzichten kann. Hatte selbst schon nen Spritfresser und zu diesem Auto aus exakt diesem Grund null Bindung und das Dämliche Ding dann letztlich fast verschenkt und es nie bereut, im Gegenteil.

    Wären andere Autos nennenswert billiger oder würde ich mich mit denen genauso gut auskennen, wäre ein Wechsel nicht wirklich tragisch. Deshalb kommt das für mich nicht in Frage, zumal ich sehe, was andere mit Ihren Autos an Stress haben. Den 190D kenne ich. Egal, was kaputt geht, ich reparier es günstig.


    Bei Marvin ist das anders. Da ist der Twingo insgesamt um ein Vielfaches weniger Aufwand, ein wenig Glück vorausgesetzt. Selbst wenn der jetzt nur 2 Jahre ohne großen Stress fährt und dann zerknallt, hat sichs doch schon gelohnt, wenn man das mit dem potenziell nötigen Aufwand vergleicht, den der 190er jetzt definitiv und todsicher verlangt.


    Grüßle Jo

    Der Twingo wird deine nächste positive Konstante. Ist zwar eine vergleichsweise lächerliche Karre gegen den W201 aber in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind oder waren einige Leute damit glücklich. Darunter sogar 2 Vollchaoten, zu denen eigentlich alles passt aber kein Twingo...

    Auch der Twingo wird ordentlich Pflege brauchen und da kannst du für die vorderen Radlager fast ein Jahresabo abschließen (im Vergleich zum 190er verschleißt der Kram im Zeitraffer). OK, ist etwas übertrieben, weil insgesamt fährt das Ding schön und günstig.

    Komm mal vorbei, wenns dir reinpasst. Wennd heut Abend nix vorhast, meld dich mal.


    Grüßle Jo

    Morgen Marvin,


    so hart es klingt: weg damit.

    Ich bräuchte für die ganzen anstehenden Arbeiten, wenn sauber erledigt, nicht nur 1 Woche. Alles was da nötig ist, habe ich schon gemacht und genau deshalb - weils ein Scheißjob ist - würde ich mir das gut überlegen.

    Selbst wenns für 1500-2000€ und ein paar Wochen Arbeit alles erledigt ist, dann hast du noch immer zwei Autos, die von Reifen bis Bremsflüssigkeit bitte alles wollen.


    Der Twingo ist deutlich einfacher aufgebaut, läuft viel günstiger und auch den kannst du mal bei mir vorbeibringen, wenns eng wird und ich Zeit habe. Habe selbst schon 4 Twingos beschraubt.


    Wenn du die Karre behältst, verlierst du die Freude daran, machst deine Lebenszeit kaputt und wenns blöd läuft, wird's ne Dauerbaustelle.


    Grüßle Jo

    Hi Suppi,


    das ist schon recht heftig. Vor Allem, dass da schon vom Vorbesitzer mehrere Bleche halbherzig eingebraten wurden. Da ist dann der Schaden nach einigen Jahren umso größer... Ich drück dir die Daumen, dass da nicht noch mehr Murks zum Vorschein kommt!

    Ich hatte das am /8 noch 5mal schlimmer und weiß, wie gruselig das ist...


    Grüßle Jo

    Bin auch etwas verwirrt. Die Nummer, die ich weiter oben genannt hatte, müsste der Anlassstartsperrschalter sein (A0005456806)

    Der von Jan gekaufte ist der Schalter für die Rückfahrleuchte (0005454906)


    Klar ist, dass das zwei unterschiedliche Teile sind. Ich frag mich, wie die zusammenhängen. Leider hab ich grad andre Baustellen und komm wohl erst nächsten Monat dazu, das mal anzuschauen. Vor dem Winter werde ich mir das bestimmt noch antun und dann berichten.

    Ich werde wahrscheinlich Stecker und Schalter brauchen. Ist bei mir vom Vorbesitzer noch kaputt, das war damals Teil des Unfallschadens am Auto, da hing dick Erdreich zwischen Getriebe und Karosserie... Hält nun seit 10 Jahren bzw. wurde zwischenzeitlich nur mal wieder zurechtgepfuscht.


    Grüßle Jo

    Morgen Jan,


    könntest du mir die Teilenummer geben? Ich glaube, den Schalter brauche ich demnächst auch...

    ich hab mal die Nummer rausgekramt: A0005456806

    eigentlich saugünstig für 35,-€

    Bei mir hatte dieser Schalter auch mal gestreikt und ich musste unterwegs direkt den Anlasser per Kabel anfahren (wie du es auch probiert hast). Es war aber nicht der Schalter selbst, sondern wahrscheinlich die Steckverbindung bzw. das Kabelgeraffel, das habe ich dann wieder dicht gepfuscht.

    Dann war jahrelang alles OK.

    Jetzt startet er immer seltener mit Wählhebel in der P-Position, auf N startet er immer.


    Ich denke, ich brauche da mittelfristig Schalter, Stecker am Kabel + Stecker am Getriebe (letzterer ist ja im Schalter mit drin). Wenn da jemand Teilenummern hat, immer her damit ;)


    Grüßle Jo

    Hi Marvin,


    schweißtechnisch ist das nicht komplex, die Form ist nicht schwer zu dengeln. Wäre gut, das störende evtl. brennbare Material dahinter zu entfernen (nicht immer möglich) oder zumindest von innen die Verkleidungen zu entfernen, dass man handeln kann, wenn es anfängt zu brennen.

    Die Abschleppöse wie schon erwähnt wurde so weit vom U-Schutz befreien, bis der Rost aufhört. Dann würde ich nicht mehr machen als losen Rost entfernen, Fluid Film drauf, später Seilfett drüber und freuen, dass das Ganze in kurzer Zeit erledigt ist. Wie beim Handbremsseil-Halter.


    Ich versteh es immer nicht, wenn erstmal ein Lackaufbau gemacht wird und dann da drüber wieder Fett o.ä. gejaucht wird. Den Lackaufbau kann man genausogut weglassen, wenn sowieso eine Ekelschicht drüber kommt.


    Das Dröhnen kommt wahrscheinlich nicht vom Diff, sondern eher von einer defekten Hardyscheibe, fertigem Kardanmittellager oder es fehlt einfach nur eine Schraube an einer der Hardyscheiben.


    Grüßle Jo

    Zitat

    Die Kunststoffverkleidungen alle 2-4 Jahre abmachen, alles reinigen (ggf Radkästen instandsetzen), Unterbodenschutz wie Fett auftragen bzw den Originalen erfrischen, neue Kunststoffmuttern anbringen und alles ist gut.

    Klingt zwar sinnvoll und auch ich bin überzeugt, dass nur regelmäßiges Nachschauen und Nachbehandlung Rost gut vermeiden kann. Aber ein Auto, bei dem man das unter den Verkleidungen so oft machen muss, würde mir zu sehr auf die Nerven gehen. Die Schwellerverkleidungen demontiern gehört wie jeglicher Verkleidungsmontagekram zu den Arbeiten, für die ich keine Nerven habe. Wer hier aufkreuzt, ohne die Dinger zu demontieren, darf die selbst entfernen, mit dem Wagenheber versteht sich, weil auf der Bühne geht's schlecht. Ich machs nicht.

    Wers noch nie gemacht hat, sollte da trotzdem mal ran und entrosten, Schweißen, Fetten usw.


    Übrigens kann man den originalen U-Schutz nicht erfrischen, mir ist kein Mittel bekannt, das den originalen U-Schutz irgendwie positiv beeinflussen würde. Der ist verdammt gut und muss nur dort, wo er unterrostet wird, erneuert oder sonstwie ersetzt werden.


    Problematisch sind beim originalen U-Schutz alle Stellen, die entweder beschädigt sind oder alle Übergänge zu beispielsweise diesen Schrauben, auf die die Kunststoffmuttern geschraubt werden oder Übergänge zu nur dünn lackierten Kanten (Löcher der Schwellerstopfen oder sonstige Kanten). Demontage und Nachversiegeln mit Fett hilft hier.


    Grüßle Jo