So,nach ein wenig Recherche, um kein
ungeprüft dummes Zeug zu schwätzen und nicht mit Vermutungen um
mich zu werfen, hier mal mein Senf , oder meine Analyse, zur Diskussionsbratwurst:
Hinweis
vorab: dieser Beitrag enthält etwas nationalsozialisches originales
Wortgut, wer dies nicht ertragen kann, möge den Beitrag
ignorieren!
Weiterhin beziehe ich mich hiermit ausdrücklich nicht auf Forumsmitglieder, wer also jetzt aus meinem Text eine bestimmte Bevorzugung oder Abneigung herausliest, liegt grob falsch und möge sein Hirn zuerst mal vorglühen.
In medias res:
meiner Meinung nach spielt FW in diversen
Songs textlich recht gekonnt auf der
völkisch-(national)rechtskonservativen Klaviatur, manchmal auch hart
am Rande der "eindeutig-rechts-im Sinne-moderner-Nazi-Grenze",
bzw. rechts davon
.
Vom Duktus her sind die Liedlein simpel konstruiert, damit sie
auch jeder - unabhängig von der geistigen Brennweite - versteht, und
dabei mit eindeutigen, kaum missverständlichen Hinweisen in Richtung
Heimat/Volk/Gemeinschaft/Fremd=Feind/Kamerad=gut versehen.
Wie
gesagt, in einigen Liedern.
Dabei geht es allerdings nicht
um stumpfe Deutschtümelei, die Verherrlichung des Dritten Reiches,
der Reichsregierung und des großen Krieges (mit Soldatenheldentum,
Kameradschaftslegenden und der ganzen "Blut-und-Ehre"-Scheisse)
oder um die Behauptung, daß früher im Nationalsozialismus aufgrund
gegebener (bzw. zum Volkswohle verordneter) gesellschaftlicher
Faktoren (auch rassenhygienisch) alles besser war und diese
Zeit deshalb (mitsamt Führer) eine sozialpolitische
Auferstehung erfahren solle, ein Impetus, der heute bei den meisten
eindeutig als rechts klassifizierten und damit verbotenen Bands zu
finden ist.
Auch die öfters erwähnten Onkelz haben in den
80ern wesentlich eindeutigere Texte verfasst, bevor sie sich dann in
den 90ern davon "distanzierten" (kann man glauben, oder
halt nicht, egal, die Jungs hatten nchts gegen Geld).
Warum FW
so agiert, d.h. ihr Präsentations- und Marketingkonzept so gestaltet
hat, wie es eben ist, kann sich Nichtsüdtirolern vermutlich nicht
eindeutig erschliessen, aber wenn man diese Texte auf
Großgermanien (also alles, was so rumdeutscht) übertragen
würde, so entsteht tatsächlich der Eindruck national-faschistischen
Liedgutes.
So erweitert man die potentielle Hörerschaft.
Was
im Sinne des Konzeptes sicherlich stillschweigend (...) in Kauf
genommen wird, denn auch Nazis sind zahlende Konzertbesucher und die
Shirts sind ja auch nicht geschenkt...
Okay, man distanziert sich
öffentlich medienwirksam davon, gehört sich ja auch so 
Aber von irgendwas muss der Diesel für den schönen
Tourtruck ja schliesslich bezahlt werden, oder?
Und wenn die
Glatzen im Publikum keine Bambule veranstalten, dann ist ja alles
tacko... 
Nunja, alles in allem sind FW damit genauso opportunistisch
wie der Rest des primär mal mammonorientierten Musikbusiness, und
gelegentlich gerne auch mal mit brauner Tünche.
Mehr aber auch
nicht.
Ist jetzt FW die Schnittstelle? Eher nicht. Der
durchschnittliche amtlich Rechte steht auf expliziteres Zeug,
"Volk-Reich-Führer" und so.
Einstiegsdroge vielleicht?
Lässt sich nicht sagen, hängt immer vom Konsumenten und seiner
individuellen Lebenssituation ab.
Man könnte übrigens
dasselbe Argumentationsmodell auf Leutchen wie Sido, Bushido etc.
anwenden, der ganze Gewaltverherrlichungsmüll und die geübte
Sozialkritik geht ja -in Konsequenz- auch stark Richtung
Faschismus.
Nur wird niemand Bushido für einen Nazi
halten...
Eines allerdings ist sicherlich IMMER
grundfalsch:
ausschliesslich von den Musikvorlieben auf den
Charakter eines Menschen zu schliessen und sein Urteil nicht
erst zu hinterfragen.
Wollen wir es wirklich sooo oberflächlich
handhaben?
Mit schönem Gruß, Marc