Beiträge von Ralfmercedes

    Hallo,

    dann liefere ich noch ein paar Fotos aus 2015 nach!

    Gruß

    Ralf

    Hallo Sebastian,

    mal abgesehn vom Tonfall, nein, das ist auch sachlich falsch, Mercedes Neuwagen konnten in den allerseltensten Fällen direkt bei den Vertragspartnern vor Ort bestellt werden. Deutschland war in Bezirke aufgeteilt und die Mercedes Niederlassungen hatten die Verkaufshoheit. Dein Mercedes Vertragspartner (=Werkstatt) in Eschenbach, wenn es damals dort einen gab, wurde regelmäßig von den Verkäufern der Niederlassung in Nürnberg oder Bayreuth besucht und bei diesen Besuchsterminen beim lokalen Vertragspartner oder bei den Hausbesuchen der Verkäufer der Niederlassungen beim Endkunden wurden die Verträge für die Neuwagen geschrieben. Das heißt, Vertragspartner waren der Endkunde und die Niederlassung, die örtliche Mercedes Werkstatt/Vertragpartner erhielt eine mit der Niederlassung auszuhandelnde Unterprovision. Die Auslieferung erfolgte in aller Regel entweder in Sindelfingen, in Bremen oder bei der Niederlassung. Einen Satz Barockfelgen hätte bestenfalls der Vertragspartner in Eschenbach in den Kofferraum gelegt und vermutlich auch nur im Zeitraum Dezember 1982 bis Februar 1983 bei der 1000 km Inspektion.

    Ja, mein Onkel Karl, den ich mit Stahlfelgen und Raddeckeln gekauft hatte, hatte dann auch anfänglich Barockfelgen drauf, weil ich es nicht besser wusste und das für die ganz frühen 190er für richtig hielt. Nach Hinweis von Horst und eingehender Recherche und nach dem Glücksfall, dass mir ein passender 14 Zoll Gullideckelsatz angeboten wurde, wurden die Barockfelgen demontiert. Sie liegen noch irgendwo rum.

    Nein, bei Mercedes war damals, also Anfang der 80er Jahre der Kunde nur in seltenen Fällen König. Bei den Vertragspartnern und in den Niederlassungen gab es ganz klar eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Kamst Du z.B. zur Inspektion mit einer S-Klasse, wurde Dir ein Kaffee angeboten und man hat Dir nach der Wagenabgabe zur Inspektion die Heimfahrt angeboten. Ich weiß das, denn ich hatte damals einen 450 SE W 116 und anschließend einen 500 SEC also C 126. Die armen Kunden, die mit einem 123 kamen, wurden gar nicht danach gefragt, wie sie nach Hause kommen sollten und Kaffe gab es schon mal gar nicht. Und der 190er? Damals dachten nicht wenige Mercedes Vertragspartner, die Welt würde untergehen, weil Mercedes ja jetzt Kleinwagen baut. Als am 07.12.1982 die 1.200 neuen 190er in Form einer Sternfahrt von Sindelfingen zu den Niederlassungen und Vertragspartnern fuhren, musste bei manchem Vertragspartner oder Händler der allerjüngste Verkäufer hinfahren und den komischen Kleinwagen abholen, weil die arrivierten Verkäufer sich weigerten. Aber woher sollst Du das auch wissen, wenn Du noch jünger bist.

    Gruß

    Ralf

    Hallo Horst,

    schönes Museum da in Friedrichshafen. Erinnert mich immer dran an das Fotoshooting 2015 für das Mercedes-Benz Classic Magazin mit dem Vorkriegs-Maybach, dem damals modernen Maybach und meinem ehemaligen 600 SE. Ein großer Teil der Aufnahmen entstand dort im Museum.

    Grüße

    Ralf

    Hallo,

    wie Horst schon andeutet, Barockfelgen waren nie original und nie bestellbar für W 201. Wenn also jemand erzählt, die Barockfelgen wären von Anfang an auf dem Auto, nein, das kann nicht stimmen, denn von Anfang an waren auf den 201ern entweder Stahlfelgen oder Gullis. Denn die allererste Gullideckelfelge von Mercedes kam übrigens im März 1983 in 14 Zoll für den W 201. Erst später auch für Baureihen 124 und 126.

    Gruß

    Ralf

    Hallo,

    naja, zurück zum Auto!

    Autofahren hat zunächst mal den rationalen Sinn und Zweck, mit vertretbarem Aufwand und zu leistbaren Kosten von A nach B zu kommen.

    Autofahren hat für mich aber per se auch den Sinn, die Lust an der Geschwindigkeit, die Lust am Beschleunigen und die Lust, so ein Fahrzeug perfekt zu beherrschen, zu befriedigen. Das ist die emotionale Seite beim Auto. Und da sehe ich keinen Grund, warum man das abwertend als PS-Protzerei bezeichnen sollte. Mein Alltagsauto hat 557 PS und das ist gut so. Warum sollte ich mit weniger PS fahren, wenn ich es mir erlauben kann und Freude daran habe?

    Und ich sehe auch nicht, dass ich mich dafür rechtfertigen müsste.

    Grüße

    Ralf

    Hallo,

    Ihr könnte das ja halten, wie Ihr wollt, aber ich denke, so ein Beispiel, wie mal bei 180 km/h was hätte passieren können, ist kein ernsthaftes Argument gegen freie Fahrt. Ich fahre sehr gerne häufiger mal 250 oder auch 280 oder auch 300 Sachen und wenn man das mit wachem Kopf macht, ist das wunderbar und gehört zu meiner Freiheit, die ich mir nicht nehmen lassen werde. Und so ein kastrierter Öko-Bevormundungs-Volvo mit Vmax 180 kommt mir garantiert nicht ins Haus! Man wird auch, weil man mal beim Laufen im Wald über ne Wurzel gestolpert ist und sich den Fuß verknackst hat, deshalb nicht mit dem Laufen aufhören und nur noch gehen!

    Gruß

    Ralf

    Hallo Ralf,

    sehr willkommen hier und danke für die ausgezeichnete Vorstellung. So haben wir es gerne und so gehört es sich auch!

    Bis demnächst!

    Grüße

    Ralf

    Hallo,

    heute kann ich Euch weiter an den Fortschritten beteiligen. Der Sattler meines Vertauens hat Teile der Innenausstattung fertig, alles neu, wie man sieht.

    Es nimmt Gestalt an!

    Gruß

    Ralf

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    Hallo Horst,

    ja, daran erinnere ich mich immer noch gerne! Auch wenn Onkel Karl jetzt in einer Sammlung in Nordhessen steht, weil ich ihn ja praktisch so gut wie gar nicht gefahren habe. Hermann Ries, ein bekannter Oldtimer Journalist, u.a. "Die Mercedes-Benz Heckflosse" erzählte mir mal, er habe an dem Tag zufällig an einer Brücke gestanden, als alle diese modernen Autos im Konvoi drunter durchfuhren und er dachte, wo kommen denn alle diese NSU Ro 80 her? Das mag untermauern, dass damals 1982 die Form, das Design des W 201 auf Viele wie von einem anderen Stern wirkte!

    Gruß

    Ralf

    Hi,

    danke für die Kommentare, klar halte ich Euch weiter informiert.

    Nun zur Beantwortung Deiner Frage Bianca, natürlich will ich optisch dem Original so nahe wie möglich kommen. Deshalb werden vor dem Lackieren die in verschiedenen Grüntönen lackierten seitlichen Seiten abgeklebt und bleiben original erhalten, nur darunter und darüber wird lackiert; und ja, natürlich wird das Dach schwarz.

    Die originale dunkelgrüne Innenausstattung wanderte 1984 aus dem City Fun in den St. Tropez und der gehört mir ja auch, insoweit habe ich die richtige Vorlage im Haus, hier zu sehen an den Innenausstattungsfotos des St. Tropez..

    Grüße

    Ralf

    Hallo,

    vor ein paar Jahren habe ich den ziemlich maladen 190 E City Fun der Styling Garage gekauft, mit originalen 1.494 km auf dem Tacho, aber mit von einem Banausen abgeschnittenem Bügel und ziemlich verstaubt. Der Bügel musste mühsam rekonstruiert werden. Dann musste ich entscheiden, ob die laut Prospekt insgesamt vier möglichen Funktionen alle wieder hergestellt werden sollen bzw. überhaupt könnten. Schnell stellte sich heraus, dass eine Käseglocke aus Plexiglas als aufgesetztes Kombiheck nicht zulassungsfähig sein würde. Und wozu sollte nach Demontage des Heckdeckels (wohin damit, wenn unterweges?) eine Pick-up Version gut sein? Also traf ich die Entscheidung, nur noch die Funktionen 2 + 2 Cabrio offen und geschlossen wieder herzustellen. Die blechmäßigen Arbeiten sind abgeschlossen und nun sind die Lackiervorbereitungen dran. Parallel dazu wird die Innenausstattung mit Recaro N Sitzen vorne in dunkelgrünem Leder komplett neu hergestellt.Im Frühjahr sollte das Teil fertig sein. Und wieder wird ein Stück Geschichte der Styling Garage wieder auferstanden sein. Fotos zeigen alte Werksfotos und den heutigen Stand.
    Grüße

    Ralf