Mein Garagenwagen ab September 2010

  • Hallo zusammen,


    da ich dieses Forum als sehr informativ sah, habe ich mich hier angemeldet und der Mitgliedsantrag muss nur noch zur Post.


    Kurz zu meiner Person: Ich bin Jg. 1954. Derzeit war die Auswahl an Vornamen noch etwas begrenzter.

    Kurzerhand wurde ich daher einfach Klaus getauft.


    Vom Berufsalltag bin ich inzwischen befreit (Regelaltersgrenze) und müsste eigentlich mehr als reichlich Freizeit haben – müsste…!


    Um Knochen (Gelenke) und Geist fit zu halten gehe ich täglich 1,5 Std. einer geringfügigen Beschäftigung nach, bekleide ein Ehrenamt, wenn Finger und Augen mitmachen betreibe ich Scratch-Modellbau in 1:87 davon hauptsächlich Feuerwehrmodelle.


    Seit vergangener Woche geht es nun endlich wieder in 1:1 weiter.:thumbsup:

    Erworben hatte ich den Benz im Jan. 2005 in München aus Privathand. Da das Fahrzeug am Tag der Besichtigung in Garching stand, machte ich auf dem dortigen Firmenparkplatz bei Dunkelheit und minus 10 Grad eine kurze Probefahrt. Sehr kurz sogar – 2 Meter zurück und wieder vor.


    Den Rest des Kaufes - da sich die Verständigung mit dem Verkäufer sprachlich etwas schwierig gestaltete - machte ich mit seiner Frau zwei Tage später in München klar. Nochmal zwei Tage später holte ich den Benz in dort ab. Als Dreingabe gab es noch 4 Winterreifen auf Felgen und einen Mobiltelefonhalter zum Freisprechen samt Nokia Telefon und Ladegerät.
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    Tags drauf habe ich mir mal näher angesehen was ich da eigentlich gekauft hatte.

    • Mercedes 190 E - Baujahr 04.1989 - Laufleistung 209 000 km (War bekannt)
    • Lack: Rauchsilber Metallic
    • Polster: Brasil
    • El. Fensterheber vorn – el. Schiebedach und alles was bereits 1989 Serie war.

    Die zwei kleinen Dellen in Fahrer und Beifahrertür, die dicke Schramme am Radausschnitt hinten rechts hatte ich gleich miterworben und gefahren ist der Wagen einwandfrei.


    Nach drei Wochen hatte ich nun endlich mal Zeit einen Blick in den Motorraum zu werfen.


    Blitzsauber!


    Was natürlich im Prüfbericht von KÜS als „geringe Mängel“ gewertet wurde…
    „Motor, Getriebe, Antrieb waren Ölfeucht oder gereinigt worden“. Motorwäääschee:wacko:
    Ganz böse!


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    Das Intro ist ja schon sehr lang geworden. Rückwirkend für die Jahre 2005 – 2010 stelle ich (Wenn erlaubt) nach und nach meine Erlebnisse mit dem 190er ein und auch wie es mir parallel dazu mit meinem W203 – K, gekauft Okt. 2008 erging.


    Viele Grüße


    Klaus

  • Moin Klaus,


    danke für deine Vorstellung und herzlich [willkommen]hier.

    Rückwirkend für die Jahre 2005 – 2010 stelle ich (Wenn erlaubt) nach und nach meine Erlebnisse mit dem 190er ein

    Selbstverständlich! Herzlich gern! Du kannst den Stoff auch gerne unserer Vereinszeitung zur Verfügung stellen.


    LG Bianca

  • ..na ja, wie gesagt, die weissen Blinker fallen einem "Originaler" gleich unangenehm auf.^^.

    Ansonsten, danke für Deine Vorstellung und Glückwunsch zu Deinem 190ger.

    Schönes Fahrzeug, sehr gepflegt. Was mir besonders gefällt , ist die braune Innenausstattung, eine willkommene Abwechslung zu den sonst hellgrau oder schwarz Ausführungen.

    Schöne Gullis haste auch, die gefallen mir inzwischen besser als die 8-Loch Felgen.

    Ein neuer Satz general überholt und lackiert würde mich schon über 1.350 Euro kosten.

    Bin noch am Überlegen.

    Allzeit beulenfrei Zeit und ich bin gespannt auf Deine Berichte seit Kauf...

    Gruß Menthos


    Originaler

    MB W 201 190 E 2.3 ,100 KW (KE), Automatik,1993

    VW Golf 2 GL 1.6 , 51 KW , 2EE-Vergaser G-Kat, PN, Automatik,1991

    VW Passat CL, 1.8, 66 KW- ADZ, Schalter, 1995



  • Hallo Klaus,

    zugegeben, in unserer Altersklasse war die Namensauswahl durchaus begrenzt, aber: ich heiße lieber Horst als neudeutsch Pablo Herodes .... . Dein Auto hat für mich die idealtypische Kombination rauchsilber/brasil; sehr schön. Was mich ein wenig verwirrt: Ist das Bild mit Gullis und gelben Blinkern der Zustand direkt nach Erwerb ohne Saisonkennzeichen? Dann hättest Du die weißen Blinker und Stahlfelgen mit Radkappen nachgerüstet. Eher ungewöhnlich, aber ich habe seinerzeit bei meinem 107er tatsächlich auch von Barockfelgen auf Stahlfelgen mit Radkappen zurückgerüstet. Tja, die weißen Blinker sind in der Tat ein fast dogmatisches Thema. Ich bin im Laufe der Jahrzehnte milder geworden; wenn es dem Erhalt der Serie dient, ist vieles möglich.

    Ansonsten: Du bist in der richtigen Community - alle werden sich um Dich kümmern.

    Viel Spaß!

    Gruß

    Horst

  • Hallo Bianca,

    vielen Dank für die freundliche Aufnahme.:thumbsup:


    Die Clubzeitung bekomme ich sicher erst nach der Bestätigung des Mitgliedsantrages.
    Da beteilige ich mich natürlich sehr gerne mit einem umfassenden Bericht.


    @ Hessebembel

    Auf diesem wege. Mit der neuesten Version dieser Forumssoftware muss ich noch etwas üben um Zitate einzufügen.

    Mache ich aber umgehend und installiere sie auf meiner Synology DS.


    Über den Werdegang berichte ich natürlich gerne weiter. Mittlerweile füllt das ganze wohl ein Buch.
    Ich bin auch dabei das ganze in Abschnitte mit möglichst viel Bildmaterial zu verfassen. Halte jedoch die zahlreichen Bilddateien möglichst klein.


    @ BodoM

    Ja, stimmt. Es war ein kurzzeitiger "Spleen":pinch:. Selbstverständlich werden da wieder "orangschene" eingebaut.:thumbup:

    Bis es soweit ist erwartet mich aber noch sehr viel Arbeit.


    @ menthos

    Danke für Deinen Kommentar. Diese hässlichen Blinker wandern natürlich in den Müll.
    Die Gullis waren, so glaube ich vom Vorbesitzer. Abgeholt hatte ich den Benz mit Winterbereifung auf Stahlfelgen.

    Später hatte ich die Gullis mal einem Lackerer in Garching anvertraut, für viel Geld und viel Pfusch.


    Viele Grüße

    Klaus:)

  • @ Danke Horst.


    Mit der Namensgebung hatte ich eher nie Probleme. Die ALDI- Mädels in meinem Nebenjob nennen mich auch oft ganz liebevoll "Klausi".

    Das Arbeitsklima dort ist mehr als Perfekt!


    Zu Deiner Frage.
    Auf den Gullis waren Sommerreifen aufgezogen. Ob die als Zugabe beim Fahrzeugkauf dabei waren, oder ob ich die nachträglich erworben hatte,

    kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen. Die Fotos sind zu unterschiedlichen Jahreszeiten entstanden. Abgeholt jedenfalls mit Winterreifen auf Stahlfelgen.

    Das Saisonkennzeichen bekam das Fahrzeug erst nach dem Erwerb des W203 da ich den Tiefgaragen Stellplatz noch nicht hatte.

    Naja, die weisen Blinker verbuche ich mal als "Jugentlicher Leichtsinn":wacko:


    Danke nochmal. Zum Thema W201 habe ich mich mich schon ganz gut eingefuchst. Weitergehende Fragen werden jedoch nicht ausbleiben und ich nehme gerne jegliche Hilfe dankend an.


    LG. Klaus

  • Hallo zusammen,


    ich setze mal die Berichterstattung etwas zügiger fort.


    Langsam wurde es Frühling und die Bremsen des Benzlein fingen an massiv zu rubbeln.
    Abhilfe war Dringend angesagt.


    Wohnhaft im Lkr. München hatte ich absolut keine Möglichkeit irgendwas zu Schrauben und meine Schrauberkenntisse waren derzeit auch noch sehr bescheiden.


    Die in meinem Wohnort ansässige MB Vertragswerkstatt bemühte sich redlich,[lustig2] Allerdings nur ab E -Klasse aufwärts.:wacko:
    So musste ich den kurzen Weg nach Oberfranken nehmen, genau 250 km einfach um irgendwas zu reparieren.


    Nachdem ich die Bremsenteile gekauft hatte bekam ich mündliche Unterstützung von einem Bekannten, der in einer MB Werkstatt arbeitete.

    Die alten Bremsscheiben leisteten erbitternden Widerstand abgenommen zu werden.
    Letztendlich schaffte ich es doch und die Einstellung der Handbremsbacken funktionierte auch gut.


    Das neue Bremsverhalten war himmlisch! Allerdings nur für ein Jahr.


    Die Bremsscheiben, Klötze usw. hatte mir ein Arbeitskollege besorgt. Damals kannte ich leider noch nicht den Unterschied zwischen Billig und Preiswert.

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    Im Mai 2006 ging es dann richtig los…


    Eine ehemalige Benz-Werkstatt in München.
    Neue Traggelenke (hierzu Querlenker aus/eingebaut ?) Stabi Gummis vorne, Bremsflüssigkeit erneuert, Verteilerkappe und Finger erneuert.
    und Spezialreiniger für 7€ und nochwas stand auch auf der Rechnung:?:


    Der TÜV im Juni - ohne festgestellte Mängel!

    Mittlerweile hatte ich mir zahlreiche theoretische Kenntnisse angeeignet u. a. im Nachbarforum W201.com
    – hier müsste ich allerdings auch langsam mal wieder einen Beitrag einstellen -:(

    Von einer Internetplattform kam noch ein original Mercedes Benz Werkstatthandbuch zum W201.
    So auch WIS auf CD.

    EPC compact orderte ich direkt beim "freundlichen" für 40 €.
    EPC online gab es derzeit nun auch für Privatpersonen gegen eine Jahresgebühr.


    Nun im Herbst meinte die Lichtmaschine im Lauf der Jahre genug Strom erzeugt zu haben und verabschiedete sich klammheimlich.
    Die Ladekontrollanzeige sprach jedoch nicht an?


    Für den Rest des Jahres blieb ich von weiteren Ausfällen verschont.
    Dann bis zur nächsten Folge…


    Viele Grüße


    Klaus

  • Hallo Bianca,


    das ist alles Richtig.
    Bei der besagten Werkstatt handelte es sich jedoch um eine ehemaligen MB- Vetragswerkstatt, der vermutlich aus welchen Gründen auch immer die Lizenz entzogen wurde. Die Arbeitstexte waren Baugleich mit denen die eine anerkannte MB Vertragswerkstatt erstellt.


    Ausgebaut wurde da sicher nichts. Sonst hätte ich mich nicht mit dem Ausbau des Querlenkers rechts nicht so abplagen müssen.


    LG Klaus

  • Ich hatte auch zuerst die weissen Blinker dran, das war nach einem Jahr furchtbar anzusehen. :pinch:

    Aber zum Glück gibt es auch graue Blinker von TYC, dann gefällt das mit einer Chrombirne richtig gut. :thumbup:

    Er läuft, und läuft, und läuft, und läuft....
    Obwohl mein Ruedi kein Käfer ist, er sich aber trotzdem seit 2011 in meinem Besitz befindet. :thumbup:

  • Hallo zusammen,


    es geht wieder chronologisch weiter.
    Wir schreiben das Jahr Anno 2007. Vorher jedoch ein kurzer Zeitsprung in 2020.


    In Garage # 5 eher jetzt ein kleiner Hallenanteil mit Bühne und Deckenkran.
    Da steht der Benz nun seit gut zwei Wochen. :thumbsup:
    Am Montag habe ich den Heizungskasten ausgebaut, um den Wärmetauscher gleich zu Ersetzen. Ist gerade ringsum schön viel Platz.


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    Bis Jahresmitte 2007 keine weiteren Vorkommnisse. Ab Juli pendelte ich nahezu jedes Wochenende von meinem Wohnort im Lkr. München nach Oberfranken und zurück. Mit den Fahrten zur Arbeitsstelle kamen so jede Woche gut 800 km zusammen.


    Die nächste Reparatur:
    Spurstange rechts erneuert. Ausgeführt in einer Tankstelle mit kleiner anhängender Werkstatt in meinem Wohnort.


    Das erste Türfangband fing an zu knarzen.
    Da ich nun jedes Wochenende ohnehin in Oberfranken war, konnte ich den Austausch selbst vornehmen. Mein Werkzeugbestand wuchs indessen auch zunehmend.


    Das Thermostatgehäuse wurde in der Werkstatt in München erneuert. Auf der Rechnung stand erstmals „Steuerkette laut“


    Zwischendurch wurde es im Fußraum vorne links etwas Feucht. Das Kupplungspedal musste mit dem Fuß wieder nach oben gezogen werden. War nicht angenehm so zu Fahren.:wacko:
    Den Kupplungsgeberzylinder wechselte mir ein Bekannter in einer Werkstatt, in der regulär nur rote Fahrzeuge gewartet werden:
    Bühne und Entlüftungsgerät waren also vorhanden.


    Anfang Dezember musste ich zusätzlich eine längere Strecke nach Biberach/ BW zurücklegen.
    Auf der Rückfahrt merkte ich noch nichts - bis einen km vor meinem Ziel.


    Seltsam mahlendes Geräusch von der Vorderachse rechts kommend. Vorsichtig fuhr ich noch bis zur Garage meiner Schwester.
    Sogleich das Rad abgenommen und meine Vermutung bestätigte sich. Das Radlager hatte sich zerlegt.
    Es war gerade Samstagnachmittag und Montag in der Früh musste ich wieder Richtung München starten.

    In Selb/ Ofr. wo ich auch die Wochenenden verbrachte gibt es eine MB Vertragswerkstatt.

    Hier wurde ich morgens um 7 Uhr vorstellig und konnte um 11 Uhr mit einem neuen Radlager die Fahrt nach München antreten.

    Ab diesem Zeitpunkt war es die Werkstatt meines Vertrauens, die später auch den W203 wartete. Bis gleich…


    Gruß Klaus

  • Hallo zusammen,


    nach Schrauben kommt mal wieder Schreiben, um die Chronologie zügiger fortzusetzen.


    Aktuell sieht es gerade so aus.

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    Nun, das Jahr 2008 war Benz geprägt wie nie!
    Doch der Reihe nach.


    Um die KFZ-Steuerlast zu verringern hatte ich mich dazu entschlossen einen Kaltlaufregler einbauen zu lassen. Zusammen mit diesen Arbeiten kam auch die Steuerkette neu.
    Auf der Uhr derzeit 269 400 km.


    Zwei Monate später war wieder mal der TÜV fällig. Der Prüfer bestand allerdings hartnäckig auf eine neue Auspuffanlage ab KAT. Mittel und End Topf mussten erneuert werden, dann erst gab es die neue Plakette.


    Nun wurde es Zeit, dass ich mich selbst intensiver um den Benz kümmerte.:wacko:


    Theoretisches Wissen hatte ich mir schon reichlich angeeignet und auch „zahlreiche schlimme Fotos“ von vergammelten 190ern im Netz gesammelt, was mich erwarten könnte.


    Nun kam endlich die volle Praxis zum Einsatz, und mutig, wie ich war, baute ich die ersten Teile ab.


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    Sah noch gut aus für seine derzeit 19 Jahre. Auch an allen im Netz verkündeten Schwachstellen fand ich keinerlei Durchrostungen.
    Jedoch Oberflächenrost ohne Ende!

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    Die Wagenheberaufnahmen waren, soweit ich dies Beurteilen konnte beidseitig noch voll intakt.


    Irgendetwas war jedoch anders:/


    Die Lackierung der Innenseite der Motorhaube geschah so sicher nicht werksseitig.
    Nach dem Abschrauben des Kühlergrills waren Klarlacknasen vorne an der Motorhaube erkennbar. Am Kotflügel der Fahrerseite war auch der Falz etwas schräger und die Leiste unterhalb des linken Scheinwerfers war in montiertem Zustand immer etwas nach außen gebogen.


    Motorhaube, Kotflügel und Lampenträger waren also nicht mehr original. ||


    So hatte das Auto wohl in früheren Zeiten einen Unfallschaden vorne links, der jedoch wie sich bei der späteren Volldemontage herausstellte nach MB Vorgaben repariert wurde.


    Ich reinigte noch alle Flächen unter den Saccos, schmirgelte den losen Rost etwas ab und behandelte diese Stellen vorerst mit Fertan.


    Bis in kürze,

    Gruß, Klaus

  • Wieso? Weshalb? Was hat er denn?

    Hallo


    Ja… Nachdem die Substanz erhaltungswürdig erschien, hatte ich mich dazu entschlossen in jede Menge Arbeit und Neuteile zu investieren.


    Mein Problem bis Heute: Ich hatte nie eine eigene Schrauber Bude und war somit räumlich stets abhängig von dritten.


    Allerdings waren vor jedem der insgesamt vier Umzüge viele Abschnitte restauriert und jeweils die Rollfähigkeit zum nächsten Umziehen wiederhergestellt.


    Alles auffällige und Überprüfung an Karosserie, insbesondere Rostansatz im Motorraum weiter abzuarbeiten

    geht nur noch bei ausgebautem Motor.


    Wenn dann die gefühlt 222 Tsd. Einzelteile - teils neu - wieder dort eingebaut sind, wo sie mal waren, muss ich mich noch zwingend um den ausgebauten Motor selbst kümmern.


    Sein letzter eigenständiger Lauf war im Frühjahr 2010. Fest ist er (noch) nicht, dennoch wird er zerlegt und die schon vorher auffälligen Teile gleich mit erneuert.


    Alles was ich vor dem Motorausbau bewerkstelligte (einschließlich der Tiefschläge) hatte ich reichlich dokumentiert und würde dies in chronologischen Folgebeiträgen weiter hier im Forum einstellen.


    Viele Grüße

    Klaus

  • Jetzt verstehe ich auch den Threadtitel. Da habe ich wohl auf dem Schlauch gestanden...

    Hallo zusammen,


    ich hatte mich leider etwas Zuviel an der Vorgeschichte ausgelassen.

    Bis Garage #4 wäre schon längst alles eingestellt.

    Von daher war der Titel wohl etwas unglücklich gewählt. :wacko:


    Nachdem ich mein Gedächtnis und den Ordner mit den Rechnungen nochmals etwas mehr umgegraben habe, stand das Auto wohl erstmals schon etwa ab Sept. 2009 für die bevorstehende Vorderachsrevision in der Garage in Oberfranken.

    Ende August gab es jedenfalls noch eine Motorwäsche in der Vertragswerkstatt.


    Doch nun zum Abschluss dieser Epoche.


    Damit ich beschäftigt blieb, streikte einige Monate später der Hubwischer. Ein Schmieren der Hubstange brachte nichts. Also das Teil ausgebaut, zerlegt gereinigt und neu gefettet.

    Nachdem Zusammenbau stellte ich fest etwas übersehen zu haben.


    Ich hatte mir die Stellung des Gelenkarms weder gemerkt noch markiert und so passte die Wischerendstellung nicht mehr ganz.

    Ein Mitglied von w201.com hatte Ersatz und weitere hübsche Teile, die ich gut gebrauchen konnte. Die Selbstabholung in Dresden hat sich also gelohnt.


    Lange Zeit konnte ich mich nicht um die Technik kümmern. So fiel mir auch nicht auf, dass die Ventildeckeldichtung nicht mehr das tat was sie sollte.

    Alles total versifft <X

    Die Gehäusedichtung des Kraftstoffmengenteilers hatte wohl ebenfalls ihr Verfallsdatum erreicht und der Simmerring am Getriebeausgang ist wohl auch
    an seinem seligen Ende angelangt.:/


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    Zeit, um nun einen Ersatz bereitzustellen.

    Diese 800 km wöchentlich wollte ich dem 190er nicht länger zumuten. Die Leerlaufdrehzahl veränderte sich oft, das Fahrverhalten war auch nicht mehr optimal.

    Die Strecke von Unterschleißheim nach Landshut und zurück wurde zwar brav absolviert,

    jedoch als kleine „Rache“ verweigerte der linke Fensterheber Tage später plötzlich seinen Dienst!


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    Morgens um 5 Uhr auf einer Internetplattform entdeckt – 10 Uhr Probefahrt – 10:30 Kaufvertrag. Das Wochenende darauf abgeholt.


    Den Rest des Jahres 2008 stand der 190er längst mit seinen Saisonkennzeichen versehen auf der Straße und ab Okt. dann in einer Tiefgarage an meinem Wohnort.

    Ab April 2009 durfte er wieder auf öffentlichen Flächen bewegt werden. Ich fuhr jedoch vorerst keine langen Strecken mehr. Da musste der Neuerwerb herhalten und der hielt mich natürlich noch mehr auf Trab.


    Wenn schon mal jemand von einem gebrochenen Bedienhebel der Frischluftklappen beim W203 gehört / gelesen hat, oder gar wie ich
    den auch noch bei fast minusgraden selbst in der Garage getauscht hat!:pinch:

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    Das jedoch und viel mehr einmal in der Nachbarsparte C-Klasse W203.


    Einen schönen Restsonntag allen.


    Viele Grüße


    Klaus







  • Hallo zusammen,
    nun bekommt mein Threadtitel erst seine wirkliche Bedeutung!


    August 2009 - Die vorerst letzte Langstrecke mit dem Baby-Benz nach Oberfranken.

    Meine Halbschwester hatte mir nun doch erlaubt ihre leerstehende Garage für mein Restaurierungsvorhaben voll zu nutzen.


    Zunächst wollte ich mich der Vorderachse und weiteren Sachen widmen, danach der Hinterachse.

    Im Juni 2010 sollte alles fertig sein für einen TÜV ohne Mängel.:thumbsup:


    Das war der Plan. Was haben Pläne so an sich? Genau, sie gehen selten auf !


    Sperrige Teile wie Kotflügel und andere Teile hatte ich bereits im Freien entfernt.

    Dann machte ich gleich noch eine ausgiebige Bestandsaufnahme mit der Digitalkamera


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    Kleine Auswahl !

    Mit erhöhter Drehzahl – das Manko, das schon früher vermehrt auftrat – ging es vom Hof aus in die Garage.


    Als erstes wurden die Bremsscheiben abgebaut – zumindest habe ich es versucht.


    Dann eben mit Trick!

    Komplett mit dem Radlager von der Nabe abgenommen und den Rest abgebaut. Den Fetten aufgeblähten Rostansatz der Bremsscheiben später mit dem Meisel vorsichtig abgeschlagen und die Nabe ging willig und unbeschädigt raus.


    Nun waren die Querlenker an der Reihe. Laut WIS sind die Federn mit einem Federspanner heraus zu nehmen. So etwas ähnliches hatte ich zwar, jedoch völlig ungeeignet und gefährlich für diese Arbeit.


    Plan B: :/


    Stabi ab, mit dem Wagenheber den Querlenker abstützen, altes Federbein oben/unten abschrauben, und langsam ablassen. Allerdings bewegte sich nur der Wagenheber nach unten. Erst unter Einsatz von Körpergewicht bewegte sich der Lenker links zäh in Richtung Boden. Die beiden Exzenterschrauben auf der linken Seite liesen sich ohne großen Kraftakt entfernen.

    DSC03231.JPG DSC03226.jpg

    Der Querlenker der rechten Seite benahm sich etwas störrischer. Er bewegte sich keinen Millimeter. Weder nach unten noch mit leichter Wagenheber Unterstützung nach oben. :cursing: [death] Nein! Ich bin ein sehr ruhiger Typ.

    Teil 2 folgt...


    Viele Grüße, Klaus

  • Hallo zusammen,


    im letzten Beitrag hatte ich bereits von störrischen Querlenkern berichtet.


    Die Exzenterschrauben rechts waren in die Aluhülsen wie eingeschweißt. Zum kräftig schlagen war ohnehin wenig Platz, auch zugänglicher von vorne mit aufgelegter Mutter bewegte sich nichts. Mit der Stichsäge die Schraubenschäfte aufzutrennen funktionierte gleich gar nicht. Mittig durch Gummilager und Schrauben Schaft bohren - Fehlanzeige. Vorerst ratlos. [weissnicht]


    An den nächsten Wochenenden jeweils neue Versuche. Die Exzenterschrauben verharrten stur in den Hülsen. Nach langem konnte ich nun das Teil in begrenztem Umfang auf und ab bewegen, da sich mittlerweile die Gummilager selbst in den Buchsen drehten.

    DSC03234.JPG


    Zum Schluss habe ich dann mit einem losen Metallsägeblatt durch die porösen Gummilager alle vier Schraubenschäfte mühsam abgefiedelt.

    Ich war erleichtert, als sich dieses „Teil“ endlich unbeschädigt entfernen ließ und nach dessen Grundüberholung später wieder eingebaut werden kann.


    Soweit zugänglich nun alles Entrostet, mit Brantho Korrux – etwas anderes hatte ich derzeit nicht- eingepinselt und mit der Spraydose grob überlackiert. DSC03230.JPG DSC03258.jpg DSC03528.jpg

    Als ich nach einiger Zeit die alten Gummilagerreste aus dem Querlenker komplett entfernte, war es auch am fetten Schraubstock und einem dicken Feustel nicht möglich diese festgefressenen Schraubenschäfte aus den Aluhülsen herauszuschlagen.


    ***


    [schnellweg]Kleiner Sprung in die Gegenwart.


    IMG_1871.jpg IMG_1873.jpg IMG_2122.jpg

    (Eine der Aktivitäten Mitte letzter Woche)


    Gruß, Klaus